Der Cannabiskonsum unter Jugendlichen in Deutschland ist nach einem zwischenzeitlichen Anstieg zuletzt wieder deutlich rückläufig. Besonders auffällig ist der Rückgang der Lebenszeitprävalenz von 10,4 Prozent im Jahr 2019 auf 7,5 Prozent im Jahr 2025. Auch die 12-Monats-Prävalenz sinkt im selben Zeitraum von 8,1 Prozent auf 6,1 Prozent. Das verdeutlicht die Infografik von Statista auf Basis von Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (PDF-Download). Langfristig zeigt sich jedoch ein wellenförmiger Verlauf: Nach einem Höchststand Mitte der 2000er-Jahre gingen die Werte zunächst deutlich zurück, bevor sie ab etwa 2014 wieder anzogen. Der jüngste Rückgang betrifft alle erfassten Konsumformen, auch die 30-Tage-Prävalenz und den regelmäßigen Konsum, die beide seit 2019 wieder sinken.
Vor dem Hintergrund der Legalisierung von Cannabis in Deutschland wird der jüngste Rückgang besonders aufmerksam beobachtet. Die aktuellen Daten deuten darauf hin, dass eine liberalere Regulierung bislang nicht zu einem Anstieg des Konsums bei Jugendlichen geführt hat. Stattdessen setzt sich der rückläufige Trend fort. Das könnte darauf hindeuten, dass begleitende Präventionsmaßnahmen, strengere Jugendschutzregeln oder eine veränderte Wahrnehmung von Risiken eine größere Rolle spielen als die rechtliche Verfügbarkeit. Allerdings bleibt abzuwarten, ob sich dieser Effekt langfristig stabilisiert oder sich mit zeitlicher Verzögerung neue Entwicklungen zeigen.





















