Freunde und Bekannte sind mit großem Abstand die wichtigste Bezugsquelle für Cannabis unter jungen Menschen. In der Altersgruppe der 15- bis 17-Jährigen geben 84,7 Prozent an, die Droge über ihr soziales Umfeld zu erhalten. Auch bei den 18- bis 24-Jährigen dominiert dieser Weg mit 74,8 Prozent deutlich. Andere Quellen spielen eine wesentlich geringere Rolle, wie die Infografik auf Basis eines Forschungsprojekts zur Evaluation des Konsumcannabisgesetzes zeigt.
Mit zunehmendem Alter diversifizieren sich jedoch die Bezugsquellen. Während der Schwarzmarkt bei den Jüngeren noch auf 13,5 Prozent kommt, sinkt dieser Anteil bei den Älteren auf 9,2 Prozent. Gleichzeitig gewinnen legale oder regulierte Wege an Bedeutung: 7,6 Prozent der 18- bis 24-Jährigen nennen Eigenanbau, 3,9 Prozent Apotheken und 2,2 Prozent Anbauvereinigungen. Bei den 15- bis 17-Jährigen spielen diese Optionen keine Rolle.
Die Unterschiede lassen sich auch rechtlich erklären: Für unter 18-Jährige ist der Erwerb von Cannabis grundsätzlich nicht erlaubt. Entsprechend bleibt ihnen der Zugang über offizielle oder regulierte Kanäle versperrt, während volljährige Konsumenten zunehmend auf legale Bezugsquellen ausweichen könnten. Dies könnte den Schwarzmarkt unter Erwachsenen weiter zurückdrängen, während er für Minderjährige relevanter bleiben dürfte.





















