Wie stark treffen die steigenden Benzinpreise die Deutschen im Geldbeutel? Ein Liter Super kostet derzeit 2,11 Euro (durchschnittlicher Preis in Deutschland am 14.04.2026), der durchschnittliche Nettolohn liegt bei 25,56 Euro pro Stunde. Beschäftigte arbeiten also knapp fünf Minuten für einen Liter – und damit weniger als in allen großen Krisen der vergangenen Jahrzehnte, wie die Statista-Infografik auf Basis von Berechnungen des IW Köln zeigt. Die Berechnungen zeigen außerdem: Während der Ölkrise 1974 waren es 6,3 Minuten, in den Jahren 2011 und 2012, als der Ölpreis infolge des Arabischen Frühlings auf über 125 Dollar stieg, knapp sechs Minuten. Im ersten Jahr des Ukrainekriegs stieg die benötigte Arbeitszeit im Jahr 2022 lediglich auf 5:11 Minuten.
Der Grund für diesen Rückgang liegt laut IW Köln nicht etwa in sinkenden Spritpreisen. Denn der Literpreis hat sich seit 1960 versiebenfacht: von umgerechnet 0,31 Euro auf heute 2,08 Euro. Doch der Nettolohn ist im selben Zeitraum fast um das Zwanzigfache gestiegen: von 1,29 Euro auf 25,56 Euro pro Stunde. Wer im Jahr 1960 tanken wollte, arbeitete dafür rund 14 Minuten – fast dreimal so lang wie heute. Weil die Einkommen die Preise so deutlich überholt haben, können sich Beschäftigte an der Zapfsäule heute mehr leisten als früher.





















