Südeuropäische Länder dominieren die Spitzenplätze bei der Wasserqualität von Badegewässern in der EU. Zypern erreicht mit 99,2 Prozent den höchsten Anteil an Gewässern mit ausgezeichneter Qualität, gefolgt von Bulgarien mit 97,9 Prozent und Griechenland mit 97,0 Prozent. Auch Österreich und Kroatien liegen mit über 95 Prozent weit vorn. Deutschland kommt auf 90,5 Prozent und zählt damit zu den Top-10-Ländern. Das zeigen Daten der European Environment Agency.
Im Mittelfeld finden sich große Urlaubsländer wie Spanien mit 87,6 Prozent und Portugal mit 82,6 Prozent. Deutlich schwächer schneiden einige nordeuropäische und westeuropäische Staaten ab: Frankreich erreicht 74,2 Prozent, die Niederlande 72,5 Prozent und Belgien 69,2 Prozent. Am unteren Ende liegen Estland mit 61,5 Prozent und Polen mit 58,1 Prozent, das als einziges Land unter der Marke von 60 Prozent bleibt.
Die Unterschiede dürften auch strukturelle Gründe haben. Küstenländer mit starkem Fokus auf Tourismus investieren häufig stärker in Wasserqualität und Monitoring. Gleichzeitig könnten klimatische Bedingungen und unterschiedliche Belastungen durch Landwirtschaft oder Industrie eine Rolle spielen und die Qualität der Badegewässer beeinflussen.










