Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist Anfang März 2026 nahezu eingebrochen. Während Ende Februar täglich noch Dutzende Schiffe die Meerenge passierten, fiel die Zahl am 2. März auf nur noch 2 Tanker und blieb seitdem extrem niedrig. Zum Vergleich: Der 7-Tage-Durchschnitt des Vorjahres lag zu diesem Zeitpunkt bei rund 72 bis über 90 Schiffen pro Tag.
Auffällig ist der abrupte Rückgang über alle Schiffstypen hinweg. Tanker, die zuvor regelmäßig Werte zwischen etwa 40 und 70 erreichten, kommen seit Anfang März nur noch auf null bis zwölf Schiffe. Auch Container- und Schüttgutschiffe brechen nahezu vollständig weg. Damit liegt das gesamte Verkehrsaufkommen deutlich unter dem saisonalen Niveau des Vorjahres. Die Daten stammen von IMF Port Watch, einer Plattform des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Analyse globaler Handels- und Schifffahrtsströme.
Die Entwicklung unterstreicht die enorme Bedeutung der Straße von Hormus für den globalen Handel, insbesondere für den Öltransport. Ein anhaltender Einbruch durch den Krieg gegen den Iran könnte Lieferketten empfindlich stören und die Energiemärkte unter Druck setzen. Zuletzt hatte der Außenminister des Iran eine Öffnung der Straße von Hormus im Rahmen einer Waffenruhe angekündigt. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen soll der Schiffsverkehr in der Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi in einer Erklärung auf der Plattform X. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen zu wollen.















