Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat laut tagesschau.de einen "Sofort-in-Arbeit-Plan" erarbeiten lassen. Dahinter steckt der Gedanke, dass die Integration in die Arbeitswelt zur Integration in die Gesellschaft führt. Integrationskurse findet der Bundesinnenminister in dieser Hinsicht dagegen weniger Hilfreich.
Erst kürzlich wurde bekannt, dass auf Anweisung Dobrindts der Zugang zu Integrationskursen eingeschränkt wird. Demnach ist eine freiwillige Teilnahme aus Kostengründen nicht mehr möglich. Dass das eine einschneidende Maßnahme ist zeigt der Blick auf die Statista-Grafik. Im Zeitraum von 2015 bis Juni 2025 nahmen über 1,1 Millionen Menschen freiwillig an Integrationskursen teil - das entspricht einem Anteil von rund 43 Prozent. Im laufenden Jahr könnten von der Streichung laut Volkshochschulverband 130.000 Menschen betroffen sein.
Ein Integrationskurs besteht übrigens aus einem Sprachkurs und einem Orientierungskurs. Erstere besteht aus mindestens 600 Unterrichtseinheiten und ermöglicht vielen überhaupt erst die Teilnahme am Erwerbsleben. Denn wer kein Deutsch kann, kann auch nicht schnell in Arbeit gebracht werden - "Sofort-in-Arbeit-Plan" hin oder her.














