Kleinanlagen treiben den Solarausbau in Deutschland zunehmend. Bis 2026 steigt die installierte Leistung von Anlagen bis 30 kWp auf 45,7 MWp, während größere Anlagen auf 33,7 MWp kommen. Der Anteil der Kleinanlagen wächst damit auf 57,6 Prozent, nachdem er 2019 noch bei 48,2 Prozent lag. Das zeigen Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.
Zur Einordnung: Typische Solar-Dachanlagen auf privaten Wohnhäusern liegen deutlich unterhalb der Schwelle von 30 kWp und bewegen sich meist im Bereich zwischen etwa 5 und 15 kWp. Damit fallen sie klar in die Kategorie der Kleinanlagen, die den Großteil des jüngsten Ausbaus ausmachen. Besonders verbreitet sind Systeme um 10 kWp, da sie gut zur Dachfläche vieler Einfamilienhäuser passen und einen hohen Anteil des eigenen Strombedarfs decken können.
Der Ausbau verlagert sich damit zuletzt klar auf private Dächer. Zwischen 2022 und 2025 wächst die Leistung dieser Anlagen besonders stark – von 23,8 MWp auf 44,7 MWp. Größere Anlagen legen zwar ebenfalls zu, bleiben aber deutlich dahinter. Die Dynamik des Marktes wird damit zunehmend von Haushalten und kleineren Gewerbebetrieben bestimmt.
Das Bundeswirtschaftsministerium plant in diesem Jahr Einschnitte bei der Einspeisevergütung: Diese Förderung soll für neue PV-Anlagen bis 25 kWp installierter Leistung eingestellt werden. Stattdessen sollen sie künftig an der Direktvermarktung des überschüssigen Solarstroms über die Strombörse teilnehmen. Das sieht laut Medienberichten ein Entwurf für eine EEG-Reform vor.
Vor diesem Hintergrund könnten geplante Einschnitte bei der Einspeisevergütung den Ausbau bremsen. Gerade kleinere Anlagen profitieren bislang stark von garantierten Vergütungen. Eine Umstellung auf Direktvermarktung würde ihre Wirtschaftlichkeit stärker von Marktpreisen abhängig machen. Das könnte Investitionen weniger attraktiv machen und den zuletzt dynamischen Zubau zumindest verlangsamen, auch wenn sinkende Kosten und hohe Strompreise gegensteuern könnten.





















