Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit am 17. Mai werfen wir einen Blick auf die politische und rechtliche Lage der LGBTI-, bzw. LSBTI-Community in Europa. Laut ILGA-Europa hat die Gleichstellung dieser Personengruppe auf dem Kontinent noch viel Luft nach oben. Auf einer Skala von 0 bis 100 Prozent (vollständige Gleichstellung) reicht es im europäischen Durchschnitt nur für rund 43 Prozent, etwas besser schneidet die Europäische Union mit knapp über 52 Prozent ab. Besonders schlecht ist es um die Rechte von LGBTI-Personen in Osteuropa bestellt, wie die sogenannte Rainbow Map auf den ersten Blick verdeutlicht.
An der Spitze des Rankings steht in diesem Jahr erstmals Spanien mit fast 89 Prozent, gefolgt von der langjährigen Nummer 1 Malta (87,7 Prozent) und Island (85,6 Prozent). "Spaniens Spitzenplatz ist ein starkes Beispiel dafür, was möglich wird, wenn eine Regierung sich bewusst dafür entscheidet, Gleichstellung voranzubringen, anstatt sich von ihr zurückzuziehen," so die stellvertretende Direktorin von ILGA-Europe, Katrin Hugendubel, in der Pressemitteilung zum diesjährigen Ranking. Die spanische Regierung habe ihre 2023 gesetzlich festgelegten Verpflichtungen umgesetzt, indem sie Aktionspläne zur Gleichstellung von LGBTI- und Trans-Rechten verabschiedet, eine unabhängige Behörde für Gleichbehandlung eingerichtet und die Depathologisierung von Trans-Personen im Gesundheitssystem vollständig umgesetzt habe, heißt es weiter im Report.
Deutschland befindet sich zwar noch im grünen Bereich der Rainbow Map, hat aber mit einem Score von 69,5 Prozent immer noch viel Raum für Verbesserungen. Die Entwicklung geht hierzulande jedoch in die richtige Richtung. Vor fünf Jahren war die Bewertung der Bundesrepublik in Sachen Gleichstellung von LGBTI-Menschen mit 51 Prozent noch deutlich schlechter.





















