Statistiken zu Spanien

Die Bevölkerung von Spanien betrug 2016 rund 46,3 Millionen Menschen. In der EU steht Spanien im Hinblick auf die Einwohnerzahl an fünfter Stelle. Die Bevölkerung von Spanien hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verringert. Allerdings fällt der Bevölkerungsrückgang angesichts der niedrigen Fertilitätsrate, in Kombination mit dem negativen Migrationssaldo, moderat aus. Die Fertilitätsrate mit 1,32 Kindern je Frau ist niedrig (2015): Spanien besitzt weltweit eine der niedrigsten Fertilitätsraten. Gleichzeitig weist Spanien seit Beginn der Wirtschaftskrise deutliche Veränderungen in den jährlichen Migrationssalden auf. Während Spanien im Jahr 2007 noch einen positiven Migrationssaldo von rund 730.000 Personen registrierte, verzeichnete man 2015 einen negativen Migrationssaldo von rund 1.761 Personen.
Die größten Städte in Spanien sind Madrid, Barcelona und Valencia. Die Lebenserwartung in Spanien ist mit rund 83,4 Jahren (2015) eine der höchsten weltweit (Rang drei).

Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 1,23 Billionen US-Dollar (2016) steht Spanien auf Rang 14 der größten Volkswirtschaften der Welt und auf Rang fünf in der EU. Infolge der Euro- und Schuldenkrise befand sich Spanien in einer schweren Rezession und die Wirtschaft schrumpfte in den Jahren 2009 bis 2013. 2016 erzielte Spanien hingegen das dritte Jahr in Folge ein stabiles Wirtschaftswachstum. 2016 betrug das Wirtschaftswachstum rund 3,2 Prozent und für 2017 wird ein Wachstum von rund 2,6 Prozent erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag zu Beginn der Krise 2008 bei rund 35.725 US-Dollar je Einwohner und fiel in den Folgejahren auf zuletzt rund 26.609 US-Dollar je Einwohner in 2016. Für 2017 wird ein eine leichte Steigerung auf rund 26.643 US-Dollar je Einwohner prognostiziert. Im Zuge der Krise stieg zudem die Arbeitslosenquote in Spanien drastisch an: Hatte sie 2007 mit rund 8,2 Prozent einen Tiefstand erreicht, so verdreifachte sie sich bis 2013 auf rund 26,1 Prozent. Analog zur Erholung der Wirtschaft sank die Arbeitslosigkeit 2016 auf rund 19,6 Prozent und für 2017 wird sich dieser Trend fortsetzen und ein Rückgang auf knapp 17,7 Prozent erwartet. Spanien gehört dennoch zusammen mit Griechenland zu den EU-Ländern mit der höchsten Arbeitslosigkeit. Besonders hoch ist in beiden Ländern die Jugendarbeitslosigkeit, wenngleich sich auch hier eine langsame Erholung feststellen lässt. Die Inflationsrate in Spanien lag 2016 sehr niedrig bei -0,2 Prozent; 2017 werden die Preise voraussichtlich um rund 2,4 Prozent steigen.

Im Jahr 2016 exportierte Spanien Waren im Wert von rund 287,4 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für rund 309,3 Milliarden US-Dollar. Damit steht Spanien unter den größten Exportländern auf Rang 16 und bei den wichtigsten Importnationen auf Platz 15. Zwar hat sich das Defizit in der Handelsbilanz seit 2008 von fast 140 Milliarden US-Dollar auf rund 21,9 Milliarden US-Dollar in 2016 deutlich verringert, Spanien hat damit aber weiterhin einen der höchsten Importüberschüsse weltweit. Wichtigste Handelspartner sowohl im Export als auch im Import sind Deutschland und Frankreich.

Spanien zählt zu den wichtigsten Ländern in der europäischen Schuldenkrise. Die Staatsverschuldung von Spanien hat sich seit 2008 stark erhöht und betrug 2016 circa 1,1 Billionen Euro; die Staatsschuldenquote stieg im gleichen Zeitraum von 39,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf rund 99,3 Prozent; Spanien gehört damit zu den Ländern mit der höchsten Staatsverschuldung weltweit. Spanien konnte sein Staatsdefizit in den letzten Jahren merklich reduzieren: Nachdem es 2009 noch rund 118,2 Milliarden Euro betragen hatte, lag es 2016 bei circa 51,7 Milliarden Euro. Für 2017 wird nochmals ein deutlicher Rückgang auf rund 37,8 Milliarden Euro prognostiziert. Die Defizitquote verringerte sich im gleichen Zeitraum von knapp 11 Prozent des BIP auf rund 4,6 Prozent und gehört damit nicht mehr zu den höchsten weltweit.

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Spanien - Wichtige Statistiken

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