Immer häufiger werden in Deutschland Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder ihrer geschlechtlichen Identität Opfer von politisch motivierten Straftaten. So hat sich die Zahl der registrierten Fälle von Hasskriminalität aufgrund der sexuellen Orientierung von 2020 bis 2024 verdreifacht, die Fälle mit Bezug zur geschlechtsbezogenen Diversität haben sich im gleichen Zeitraum mehr als verfünffacht.
Dies geht aus den jüngsten verfügbaren Zahlen des Bundeskriminalamtes hervor, wonach im Jahr 2024 fast 3.000 Menschen Opfer queerfeindlicher Hasskriminalität wurden. Im Jahr 2020 wurden nur 782 solcher Fälle registriert, wobei von einer deutlich höheren Dunkelziffer auszugehen ist. Besonders häufig sind home- bzw. transphobe Straftaten dem rechten politischen Spektrum zuzuordnen. Im Jahr 2024 traf dies auf 718 von 1.765 verübten Straftaten aufgrund der sexuellen Orientierung und auf 474 von 1.152 verübten Taten aufgrund der geschlechtsbezogenen Diversität zu. Dem linken Spektrum ordnete das BKA nur 17, bzw. 8 Fälle zu.
Das BKA definiert Hasskriminalität als politisch motivierte Straftaten, bei denen Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sie aufgrund von Vorurteilen des Täters gegen Merkmale wie Nationalität, ethnische Zugehörigkeit, Hautfarbe, Weltanschauung, die geschlechtliche Identität oder die sexuelle Orientierung des jeweiligen Opfers verübt werden.
Der 17. Mai 2026 ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, Trans- und Asexuellenfeindlichkeit – ein Aktionstag, der seit 2005 jährlich am 17. Mai begangen wird, um auf die Diskriminierung von Menschen hinzuweisen, die in ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität oder durch ihre Körper von der Heteronormativität abweichen.





















