Immer häufiger werden in Deutschland Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder ihrer geschlechtlichen Identität Opfer von politisch motivierten Straftaten. So hat sich die Zahl der registrierten Fälle von Hasskriminalität aufgrund der sexuellen Orientierung von 2020 bis 2025 mehr als verdreifacht, die Fälle mit Bezug zur geschlechtsbezogenen Diversität haben sich im gleichen Zeitraum sogar versechsfacht.
Dies geht aus den jüngsten verfügbaren Zahlen des Bundeskriminalamtes hervor, wonach im Jahr 2025 fast 3.400 Menschen Opfer queerfeindlicher Hasskriminalität wurden. Im Jahr 2020 wurden nur 782 solcher Fälle registriert, wobei von einer deutlich höheren Dunkelziffer auszugehen ist. Besonders häufig sind homo- beziehungsweise transphobe Straftaten dem rechten politischen Spektrum zuzuordnen. Im Jahr 2025 traf dies auf 870 von 2.020 0verübten Straftaten aufgrund der sexuellen Orientierung und auf 589 von 1.294 verübten Taten aufgrund der geschlechtsbezogenen Diversität zu. Noch größer ist indes die Zahl der Fälle, die von der Polizei keinem konkreten Phänomenbereich zugeordnet werden können.
Das BKA definiert Hasskriminalität als politisch motivierte Straftaten, bei denen Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass sie aufgrund von Vorurteilen des Täters gegen Merkmale wie Nationalität, ethnische Zugehörigkeit, Hautfarbe, Weltanschauung, die geschlechtliche Identität oder die sexuelle Orientierung des jeweiligen Opfers verübt werden.




















