Der deutsche Warenhandel mit China ist noch immer sehr unausgeglichen. Das zeigt der Blick auf den deutschen Handelsbilanzsaldo mit China. Daten des Statistischen Bundesamts zufolge lag der Saldo 2025 mit rund 89 Milliarden Euro deutlich im Minus. Die Handelsbilanz bezeichnet den Wert der Warenexporte minus dem Wert der Warenimporte. Ein positiver Wert bedeutet einen Handelsbilanzüberschuss, ein negativer Wert ein Handelsbilanzdefizit. Deutschland importiert also Waren mit einem deutlichen höheren Wert aus China, als es selbst dorthin exportiert.
Hierzulande wird nicht erst seit der geplanten Cosco-Beteiligung am Hamburger Hafen darüber diskutiert, ob und wie die deutsche Wirtschaft ihre hohe Abhängigkeit von China reduzieren soll. Sollte China den Konflikt mit Taiwan eskalieren lassen, gelten internationale Wirtschaftssanktionen gegen China als wahrscheinlich. Das hätte entsprechende negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft.
Eine anhaltend hohe Importquote könnte die Debatte über die Resilienz der deutschen Wirtschaft weiter verschärfen. In der Folge könnten politische Initiativen zur Förderung strategisch wichtiger Industrien oder zur Rückverlagerung von Produktion an Bedeutung gewinnen. Allerdings ist eine vollständige Entkopplung kaum realistisch, da viele Industrien eng in globale Wertschöpfungsketten eingebunden sind.


















