Mehr als eine halbe Million Menschen sind 2023 in Deutschland an Krebs erkrankt. Das geht aus den neusten Daten des Zentrums für Krebsregisterdaten hervor, die das RKI anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar in seinem jüngsten Epidemiologischen Bulletin veröffentlicht hat. Demnach erhielten 2023 241.400 Frauen und 276.400 Männer in Deutschland eine Krebsdiagnose. Rund die Hälfte aller Fälle betraf dabei vier Lokalisationen: die Prostata (79.600), die Brust (75.900), die Lunge (58.300) sowie den Dick- und Enddarm (55.300).
Wie unsere Grafik zeigt, ist die jeweils häufigste Lokalisation bei Frauen bzw. Männern geschlechterspezifisch. Während bei Frauen 31 Prozent der Neuerkrankungen die Brustdrüse betreffen, ist bei knapp 3 von 10 Neuerkrankungen bei Männern die Prostata betroffen. Dahinter liegen sowohl bei Frauen als auch bei Männern der Darm, die Lunge und maligne Melanome der Haut (schwarzer Hautkrebs), die jedoch jeweils deutlich seltener vorkommen als Brust- bzw. Prostatakrebs. Das Lebenszeitrisiko an Brustkrebs zu erkranken liegt bei Frauen knapp unter 15 Prozent. Ähnlich hoch liegt das Prostatakrebs-Risiko bei Männern.
Sowohl Brust- als auch Prostatakrebs gehören zu den Krebsarten mit relativ hoher Überlebensrate. So lag die 10-Jahres-Überlebensrate für Frauen mit Brustkrebs im Zeitraum 2021-2023 über 85 Prozent. Bei Männern mit Prostatakrebs lag die 10-Jahres-Überlebensrate bei Männern sogar über 90 Prozent. Insgesamt starben 2023 rund 230.000 Menschen in Deutschland infolge einer Krebserkrankung. Damit sind "bösartige Neubildungen", wie es medizinisch korrekt heißt, die zweithäufigste Todesursache in Deutschland hinter Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems.





















