Statistiken zum Thema Bachelor und Master

Bachelor- und Masterstudiengänge wurden im Rahmen des europaweiten Bologna-Prozesses eingeführt. Ziel des 1999 in der italienischen Universitätsstadt Bologna angestoßenen Hochschulreformprozesses ist es, international akzeptierte Abschlüsse zu schaffen, die Qualität von Studienangeboten zu verbessern und mehr Beschäftigungsfähigkeit zu vermitteln. Zudem soll die Mobilität der Studierenden gefördert werden. Der Bologna-Prozess, an dem derzeit fast 50 Staaten beteiligt sind, hat in ganz Europa eine große Dynamik in die Hochschullandschaft gebracht und wirkt sich weitreichend auf die nationalen Hochschulsysteme aus.


So sind in Deutschland die meisten Studiengänge in den letzten Jahren bereits auf die neue gestufte Studienstruktur mit Bachelor- und Masterstudiengängen umgestellt worden. Folglich hat sich die Zahl der neuen Studiengänge deutlich vergrößert. Entsprechend ist auch der Anteil der Bachelor- und Masterstudiengänge an allen Studiengängen auf rund 91 Prozent im Wintersemester 2015/16 angestiegen. Gab es im Wintersemester 1999/00 knapp 5.000 Studienanfänger/-innen im ersten Fachsemester in Bachelor- und Masterstudiengängen, so betrug diese Anzahl im Wintersemester 2014/15 fast 550.000. Noch stärker ist die Anzahl der Studierenden in den Bachelor- und Masterstudiengängen gestiegen; von rund 6.700 in 1999/00 auf fast 2 Millionen.

Im Abschlussjahr 2014 betrug der Anteil der Bachelor- oder Masterabschlüsse an deutschen Hochschulen rund 66 Prozent; von den rund 482.000 Studienabschlüssen in Deutschland waren knapp 360.000 Bachelor- und Masterabschlüsse.

Die häufigste Einstiegsposition von Bachelorabsolventen in Unternehmen ist die eines Sachbearbeiters. Dabei liegt das Einstiegsgehalt von Bachelorabsolventen in den meisten Fällen zwischen 30.000 und 40.000 Euro. Die Fähigkeit, sich in neue Fachgebiete einzuarbeiten, ist für viele Personalverantwortliche eine der wichtigsten Fachkompetenzen, die Bachelorabsolventen mitbringen müssen. Als wichtigste Sozialkompetenzen werden Selbständiges Arbeiten und eine gute Kommunikationsfähigkeit genannt. In einer Befragung gab mehr als die Hälfte der befragten Personalverantwortlichen an, dass der Einarbeitungsbedarf von Bachelorabsolventen etwas bzw. deutlich höher ist als der von Diplomabsolventen.




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