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Berufsorientierung - den passenden Beruf finden

Im Jahr 2019 gab es in Deutschland 800.772 Schulabsolventen:innen und Schulabgänger:innen. Die meisten von ihnen (337.578) verließen die Schule mit einem Realschulabschluss, 277.308 weitere mit der allgemeinen Hochschulreife. Doch was kam für sie dann? Für die Zeit nach der Schule gibt es heute eine Vielfalt an Möglichkeiten: Man kann als Au-Pair im Ausland arbeiten, einen Bundesfreiwilligendienst leisten oder ein Gap Year mit Reisen verbringen. Die beiden klassischen Wege nach der Schule bleiben aber die Berufsausbildung und das Studium.

Berufsausbildung: Praxis und Theorie kombiniert

Fällt die Entscheidung auf eine Berufsausbildung, ist damit allgemein der praxisnähere Weg gewählt. Bei der betrieblichen Ausbildung (duale Ausbildung) erfolgt die Lehre in der Berufsschule auf eine theoretische und im Betrieb auf eine praktische Weise. Im Jahr 2020 gab es in Deutschland 325 anerkannte Ausbildungsberufe. Diese Zahl sinkt seit vielen Jahren. Dabei ist festzuhalten, dass das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt in den vergangenen Jahren sehr ungleich war. Die Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze war deutlich höher als die Zahl der Bewerber:innen. Diese Daten sind allerdings Durchschnittswerte für die gesamte Bundesrepublik. Ganz anders sieht es aus, wenn man sich die einzelnen Bundesländer genauer anschaut. Zum Beispiel gab es in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2019 zwar mehr als 10.000 unbesetzte Ausbildungsplätze, aber auch mehr als 20.000 suchende Bewerber:innen.

Das Feld der Berufsausbildung bietet Raum für diverse Talente. Zu den beliebtesten Ausbildungsberufen in Deutschland gehören Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Kaufmann/Kauffrau im Büromanagement. Besonders gut stehen im bundesweiten Durchschnitt die Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Bäckerei- und Fleischereiverkauf. Hier kommen auf jeden suchenden Bewerber mehr als zehn unbesetzte Plätze.

Studium: wissenschaftliche Fähigkeiten und ein breites Berufsspektrum

Ein Studium zielt auf den Erwerb von wissenschaftlichen Fähigkeiten und bereitet in vielen Fällen auf ein breites Spektrum an Berufen vor. Im Wintersemester 2020/21 begannen 488.585 Personen in Deutschland ein Erststudium. Im Durschnitt waren sie vermutlich etwas älter als 21 Jahre und persönliche Interessen spielten als Motivation eine ähnlich große Rolle wie Jobaussichten oder das zukünftige Gehalt. Zu den beliebtesten Studienfächern in Deutschland zählten im Wintersemester 2019/2020 Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Rechtswissenschaften und Maschinenbau.

Bei der Hochschulwahl können Rankings Orientierung bieten. In Deutschland besitzen die Universitäten in München und Heidelberg eine ausgezeichnete Reputation. Besonders gut bewertet durch Studierende wurde außerdem die Kühne Logistics University in Hamburg. Bei der Wahl der Hochschule gibt es aber noch anderes zu beachten als den Ruf der Institution selbst: Auch die Wohnmöglichkeiten und die Attraktivität einer Studentenstadt können relevante Kriterien sein. Zu den beliebtesten Städten in Deutschland – gemessen an ihrem Kulturleben – zählen Stuttgart, Dresden, Berlin und München.

Studium und Ausbildung: der finanzielle Aspekt

Die Vergütung während einer Ausbildung variiert je nach Ausbildungsberuf, Ausbildungsjahr und Ausbildungsort. Die durchschnittliche monatliche Ausbildungsvergütung lag im Jahr 2020 in Deutschland bei knapp 963 Euro im Monat. Anders als bei der Ausbildung wird durch das Studieren alleine zunächst noch kein Geld verdient. Zur Entlastung bietet der Staat hier mit dem BAföG jedoch eine gewisse finanzielle Unterstützung. Er wird nach verschiedenen Kriterien errechnet und kann daher unterschiedlich hoch ausfallen. Der durchschnittliche monatliche BAföG-Betrag lag 2019 bei 514 Euro im Monat.

Auch mit Blick auf das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung gibt es je nach Bundesland große Unterschiede. Am besten bezahlt wurden Berufseinsteiger:innen im Jahr 2020 in Baden-Württemberg. Unter den Hochschulabsolventen:innen hatten im selben Jahr Rechtwissenschaftler (mit Promotion), Mediziner und Informatiker (mit Promotion) die höchsten Einstiegsgehälter.

Start ins Berufsleben: Was wird von mir erwartet?

Schon während Studium und Ausbildung macht es Sinn zu wissen, welche beruflichen Möglichkeiten im Anschluss bestehen. In manchen Berufsgruppen gibt es aktuell besonders viele offene Arbeitsstellen. Hierzu zählen medizinische Gesundheitsberufe sowie berufliche Tätigkeiten in Logistik und Verkehr. Auch MINT-Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Darüber hinaus sollte klar sein, dass das Gehalt in den einzelnen Berufsgruppen stark variiert . Zum Beispiel liegt der durchschnittliche Bruttojahresverdienst von Männern im Finanz- und Versicherungsbereich bei 89.910 Euro, für Frauen im Bereich Gesundheit und Sozialwesen hingegen bei 46.347 Euro (Stand 2020). Außerdem gibt es verschiedene Kompetenzen und Work Skills, die von Arbeitgebern:innen besonders geschätzt werden. Wer sich diese bereits während der Ausbildung aneignet, hat später bei der Bewerbung Vorteile.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Berufswahl und Berufsorientierung " und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Berufsausbildung

Studium

Finanzierung

MINT-Berufe

Interessante Statistiken

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Berufswahl und Berufsorientierung

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Berufsorientierung - den passenden Beruf finden

Im Jahr 2019 gab es in Deutschland 800.772 Schulabsolventen:innen und Schulabgänger:innen. Die meisten von ihnen (337.578) verließen die Schule mit einem Realschulabschluss, 277.308 weitere mit der allgemeinen Hochschulreife. Doch was kam für sie dann? Für die Zeit nach der Schule gibt es heute eine Vielfalt an Möglichkeiten: Man kann als Au-Pair im Ausland arbeiten, einen Bundesfreiwilligendienst leisten oder ein Gap Year mit Reisen verbringen. Die beiden klassischen Wege nach der Schule bleiben aber die Berufsausbildung und das Studium.

Berufsausbildung: Praxis und Theorie kombiniert

Fällt die Entscheidung auf eine Berufsausbildung, ist damit allgemein der praxisnähere Weg gewählt. Bei der betrieblichen Ausbildung (duale Ausbildung) erfolgt die Lehre in der Berufsschule auf eine theoretische und im Betrieb auf eine praktische Weise. Im Jahr 2020 gab es in Deutschland 325 anerkannte Ausbildungsberufe. Diese Zahl sinkt seit vielen Jahren. Dabei ist festzuhalten, dass das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt in den vergangenen Jahren sehr ungleich war. Die Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze war deutlich höher als die Zahl der Bewerber:innen. Diese Daten sind allerdings Durchschnittswerte für die gesamte Bundesrepublik. Ganz anders sieht es aus, wenn man sich die einzelnen Bundesländer genauer anschaut. Zum Beispiel gab es in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2019 zwar mehr als 10.000 unbesetzte Ausbildungsplätze, aber auch mehr als 20.000 suchende Bewerber:innen.

Das Feld der Berufsausbildung bietet Raum für diverse Talente. Zu den beliebtesten Ausbildungsberufen in Deutschland gehören Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Kaufmann/Kauffrau im Büromanagement. Besonders gut stehen im bundesweiten Durchschnitt die Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Bäckerei- und Fleischereiverkauf. Hier kommen auf jeden suchenden Bewerber mehr als zehn unbesetzte Plätze.

Studium: wissenschaftliche Fähigkeiten und ein breites Berufsspektrum

Ein Studium zielt auf den Erwerb von wissenschaftlichen Fähigkeiten und bereitet in vielen Fällen auf ein breites Spektrum an Berufen vor. Im Wintersemester 2020/21 begannen 488.585 Personen in Deutschland ein Erststudium. Im Durschnitt waren sie vermutlich etwas älter als 21 Jahre und persönliche Interessen spielten als Motivation eine ähnlich große Rolle wie Jobaussichten oder das zukünftige Gehalt. Zu den beliebtesten Studienfächern in Deutschland zählten im Wintersemester 2019/2020 Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Rechtswissenschaften und Maschinenbau.

Bei der Hochschulwahl können Rankings Orientierung bieten. In Deutschland besitzen die Universitäten in München und Heidelberg eine ausgezeichnete Reputation. Besonders gut bewertet durch Studierende wurde außerdem die Kühne Logistics University in Hamburg. Bei der Wahl der Hochschule gibt es aber noch anderes zu beachten als den Ruf der Institution selbst: Auch die Wohnmöglichkeiten und die Attraktivität einer Studentenstadt können relevante Kriterien sein. Zu den beliebtesten Städten in Deutschland – gemessen an ihrem Kulturleben – zählen Stuttgart, Dresden, Berlin und München.

Studium und Ausbildung: der finanzielle Aspekt

Die Vergütung während einer Ausbildung variiert je nach Ausbildungsberuf, Ausbildungsjahr und Ausbildungsort. Die durchschnittliche monatliche Ausbildungsvergütung lag im Jahr 2020 in Deutschland bei knapp 963 Euro im Monat. Anders als bei der Ausbildung wird durch das Studieren alleine zunächst noch kein Geld verdient. Zur Entlastung bietet der Staat hier mit dem BAföG jedoch eine gewisse finanzielle Unterstützung. Er wird nach verschiedenen Kriterien errechnet und kann daher unterschiedlich hoch ausfallen. Der durchschnittliche monatliche BAföG-Betrag lag 2019 bei 514 Euro im Monat.

Auch mit Blick auf das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung gibt es je nach Bundesland große Unterschiede. Am besten bezahlt wurden Berufseinsteiger:innen im Jahr 2020 in Baden-Württemberg. Unter den Hochschulabsolventen:innen hatten im selben Jahr Rechtwissenschaftler (mit Promotion), Mediziner und Informatiker (mit Promotion) die höchsten Einstiegsgehälter.

Start ins Berufsleben: Was wird von mir erwartet?

Schon während Studium und Ausbildung macht es Sinn zu wissen, welche beruflichen Möglichkeiten im Anschluss bestehen. In manchen Berufsgruppen gibt es aktuell besonders viele offene Arbeitsstellen. Hierzu zählen medizinische Gesundheitsberufe sowie berufliche Tätigkeiten in Logistik und Verkehr. Auch MINT-Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Darüber hinaus sollte klar sein, dass das Gehalt in den einzelnen Berufsgruppen stark variiert . Zum Beispiel liegt der durchschnittliche Bruttojahresverdienst von Männern im Finanz- und Versicherungsbereich bei 89.910 Euro, für Frauen im Bereich Gesundheit und Sozialwesen hingegen bei 46.347 Euro (Stand 2020). Außerdem gibt es verschiedene Kompetenzen und Work Skills, die von Arbeitgebern:innen besonders geschätzt werden. Wer sich diese bereits während der Ausbildung aneignet, hat später bei der Bewerbung Vorteile.

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