Der Anteil der Erwerbspersonen sinkt mit zunehmendem Alter deutlich – und unterscheidet sich stark nach Bildungsniveau. Besonders auffällig ist der Abstand zwischen den Gruppen: Während 55‑Jährige mit hoher Bildung eine Erwerbsquote von 92,8 Prozent erreichen, liegt sie bei niedriger Bildung nur bei 70,4 Prozent. Dieser Abstand bleibt über alle Altersjahre hinweg bestehen und prägt die zentrale Entwicklung der Daten.
Mit steigendem Alter gehen die Erwerbsquoten in allen Bildungsgruppen zurück, jedoch unterschiedlich stark. Bei Hochgebildeten bleibt die Erwerbsbeteiligung länger auf vergleichsweise hohem Niveau und liegt selbst mit 65 Jahren noch bei 49,0 Prozent. Personen mit mittlerer Bildung starten zunächst deutlich näher an diesem Niveau, fallen im höheren Alter jedoch spürbar zurück und nähern sich zunehmend den Werten der niedrig Gebildeten an. So liegt ihre Erwerbsquote mit 70 Jahren bei 10,3 Prozent und damit nur wenig höher als in der Gruppe mit niedriger Bildung (8,4 Prozent).
Diese Entwicklung verweist auf strukturelle Unterschiede im Arbeitsmarkt. Höhere Bildung geht häufig mit besseren Arbeitsbedingungen und geringerer körperlicher Belastung einher. Das könnte dazu beitragen, dass Hochqualifizierte länger erwerbstätig bleiben. Angesichts des demografischen Wandels könnte die Bedeutung von Bildung für die Erwerbsbeteiligung im Alter weiter zunehmen.





















