Nach einem deutlichen Rückgang sind die deutschen Exporte von Kunststoffabfällen zuletzt wieder gestiegen. 2023 lagen sie bei 0,70 Millionen Tonnen, 2024 bereits bei 0,80 Millionen Tonnen und 2025 bei 0,82 Millionen Tonnen. Das zeigt die aktuelle Entwicklung der Ausfuhr von Kunststoffabfällen aus Deutschland und deutet auf eine Trendwende hin. Das zeigt die Statista-Infografik mit Daten des Statistischen Bundesamts.
Zuvor war das Exportvolumen über mehrere Jahre klar gesunken. Von 1,46 Millionen Tonnen im Jahr 2016 fiel es bis 2022 auf 0,76 Millionen Tonnen und erreichte 2023 seinen bisherigen Tiefpunkt. Der jüngste Anstieg bleibt damit im historischen Vergleich moderat, markiert aber eine Abkehr vom langjährigen Abwärtstrend.
Hintergrund der Entwicklung sind strengere Importregeln in wichtigen Zielländern sowie veränderte globale Abfallströme. Länder wie die Türkei, die Niederlande oder Malaysia gehören weiterhin zu den wichtigsten Abnehmern. Die steigenden Exporte könnten darauf hindeuten, dass neue Absatzmärkte erschlossen werden oder sich bestehende Handelsstrukturen anpassen.
Wird Plastikmüll nicht ordnungsgemäß entsorgt oder wiederverwertet, gelangt dieser häufig durch Flüsse und andere Gewässer in die Weltmeere. Insbesondere Flüsse in Afrika und Asien haben eine hohe Dichte an Kunststoffmüll. Jährlich verenden daher zahlreiche Meerestiere durch die Auswirkungen von Plastikabfällen in den Ozeanen. Auch Über deutsche Flüsse werden Jahr für Jahr tausende Kilos Plastik in Nord- und Ostsee gespült. Das meiste Plastik gelangt dabei über die Elbe in die Nordsee.





















