Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ist ein Zweig der deutschen Sozialversicherung, der bei Alter, Erwerbsminderung und vorzeitigem Tod eine Rente an Versicherte bzw. Hinterbliebene gewährt. Finanziert werden die Rentenzahlungen – neben
- weitestgehend durch ein Umlageverfahren, bei dem die aktuell Erwerbstätigen durch Zahlungen von
finanzieren (= Generationenvertrag). Neben der GRV gibt es in Deutschland weitere Alterssicherungssysteme, wie beispielsweise die Alterssicherung der Landwirte und die Versorgungswerke der (kammerfähigen) freien Berufe sowie die Beamtenversorgung. Zum Ende des Jahres 2023 belief sich der
auf rund 26 Millionen. Rund 18,7 Millionen dieser Renten
Renteneintrittsalter und Rentenbezugsdauer
Das
durchschnittliche Renteneintrittsalter in Deutschland liegt derzeit bei etwa 64,4 Jahren. Aufgrund des demografischen Wandels wird das gesetzliche Renteneintrittsalter seit 2012 stufenweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Ab dem Geburtsjahrgang 1964 wird die Regelaltersgrenze bei 67 Jahren liegen. Angehörige dieses Geburtenjahrgangs können die Altersrente jedoch bereits ab 63 vorzeitig in Anspruch nehmen, allerdings nur mit Abschlägen.
Die Rentenbezugsdauer liegt hierzulande im Schnitt bei ca. 20,5 Jahren - bei
Frauen sind es sogar 22,1 Jahre, bei
Männern 18,8 Jahre. Im Jahr 1960 war die Rentenbezugsdauer mit 9,9 Jahren noch deutlich niedriger.
Standardrente und Entwicklung des Rentenniveaus
Geht man davon aus, dass ein Rentenversicherter in den alten Bundesländern über 45 Jahre hinweg stets ein Entgelt in Höhe des Durchschnittsentgeltes aller Versicherten erzielt und dementsprechende Beiträge geleistet hat, so würde dieser aktuell eine monatliche Rente von etwa 1.769 Euro erhalten. In den neuen Bundesländern liegt der Betrag ebenfalls bei 1.769 Euro im Monat. Diese Übereinstimmung gibt es allerdings erst seit dem Jahr 2023 - zum 1. Juli hat sich das Niveau der Renten in Ost- und Westdeutschland endgültig angeglichen. Die genannten Rentenzahlbeträge entsprechen
der sogenannten Standardrente. Bis zum Jahr 2038 soll die Standardrente für Gesamtdeutschland zwar auf
durchschnittlich etwa 2.671 Euro monatlich steigen, das
Sicherungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung soll allerdings sinken. Das Rentenniveau, welches das Verhältnis der durchschnittlichen Rente bei 45 anrechnungsfähigen Versicherungsjahren im Verhältnis zum durchschnittlichen Arbeitsentgelt bezeichnet, liegt derzeit noch bei etwa 48,2 Prozent.
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