Statistiken zur betrieblichen Altersversorgung

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) dient der sozialen Sicherung des Arbeitnehmers und seiner Familie und liegt vor, wenn der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer aus Anlass eines Arbeitsverhältnisses Versorgungsleistungen zusagt. Diese greifen bei Alter, Invalidität und/oder Tod. Derzeit besitzen rund 17,4 Millionen Personen in Deutschland eine Betriebsrente bzw. haben Anspruch auf eine Betriebsrente im Haushalt. Im Wirtschaftszweig des Kredit- und Versicherungsgewerbes ist die betriebliche Altersvorsorge am weitesten verbreitet. Laut letztem Stand besitzen rund 80 Prozent der Beschäftigten dieser Branche einen betrieblichen Altersversorgungsvertrag.

Interessante Statistiken

In den folgenden 5 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 30 Statistiken aus dem Thema "Betriebliche Altersversorgung".


Derzeit können in Deutschland rund 20,4 Millionen aktive bAV-Anwartschaften gezählt werden. Unter aktiven bAV-Anwartschaften werden die Versorgungsvereinbarungen verstanden, für die im jeweiligen Jahr Beiträge entrichtet bzw. zusätzliche Anwartschaften bzw. Ansprüche erworben wurden. Der Bestand an Verträgen der betrieblichen bAV ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Ein Großteil dieser Verträge ist den Direktversicherungen zuzuordnen. Bei der Direktversicherung schließt der Arbeitgeber bei einem Versicherer per Einzel- oder Gruppenvertrag Lebensversicherungen für seine Arbeitnehmer ab.

Der Bestand an Rückdeckungsversicherungen für Pensionszusagen beträgt derzeit rund 3,5 Millionen. Bei der Pensionszusage, die auch als unmittelbare Versorgungszusage oder Direktzusage bezeichnet wird, ist der Arbeitgeber Träger der Versorgung ohne Zwischenschaltung eines selbständigen Versorgungsträgers. Er sagt den Beschäftigten unmittelbar die Zahlung einer Alters-, Invaliditäts- und/oder Todesfallversorgung zu. Dafür bildet er Pensionsrückstellungen in der Bilanz. Bei Eintritt des Versorgungsfalls hat der Arbeitnehmer einen direkten Anspruch gegen den Arbeitgeber. Um den Arbeitnehmern die versprochenen Leistungen zahlen zu können, hat der Arbeitgeber dafür Sorge zu tragen, dass ihm im Leistungsfall die notwendigen Mittel zur Verfügung stehen. Dies kann unter anderem durch den Abschluss einer Rückdeckungsversicherung erfolgen.

Weitere Durchführungswege der bAV sind die Pensionskassen und die Pensionsfonds. Ende des Jahres 2016 konnten in Deutschland 138 Pensionskassen gezählt werden. Diese wiesen einen Vertragsbestand von rund 3,7 Millionen auf. Pensionskassen sind rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtungen, die von einem oder mehreren Unternehmen getragen werden.

Der Pensionsfonds ist der jüngste der Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung. Er wurde zum 1. Januar 2002 in Deutschland eingeführt und weist – im Vergleich zu den Pensionskassen – eine geringere Zahl an Einrichtungen auf. Zum Ende des Jahres 2017 konnten etwa 490 Tausend abgeschlossene Verträge bei den Pensionsfonds in Deutschland gezählt werden.

Betriebliche Altersversorgung

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