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Statistiken zur Kriminalität in Österreich

Kriminalität ist ein Sammelbegriff, unter den alle Straftaten fallen. Statistische Daten zur Kriminalitätsentwicklung beziehen sich zumeist auf angezeigte Delikte, wobei zu beachten ist, dass diese auch durch das Anzeigeverhalten der Bevölkerung beeinflusst werden und stets ein "Dunkelfeld" nicht erfasster Taten bleibt. Im Jahr 2019 wurden in Österreich rund 489.000 Delikte bei der Polizei zur Anzeige gebracht; das waren mehr als im Vorjahr. Mit Blick auf die Bundesländer-Verteilung entfiel mit circa 174.000 Verbrechen ein großer Teil auf Wien. Die Aufklärungsquote stagnierte auf hohem Niveau: 52,5 Prozent der Fälle konnten von der Polizei gelöst werden. Öffentlich viel beachtet werden vor allem Gewaltstraftaten; hiervon gab es etwa 73.100 und damit mehr als im Vorjahr. 85 Prozent dieser Taten konnten aufgeklärt werden; ein neuer Höchstwert.

Das subjektive Sicherheitsempfinden fällt je nach Fragestellung sehr unterschiedlich aus: Zwar beurteilten laut einer Ende 2019 durchgeführten Umfrage 62 Prozent der Bevölkerung die Sicherheitslage in Österreich optimistisch. Bei einer anderen Erhebung im Juni 2019 gaben jedoch 84 Prozent an, die Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft habe in den letzten Jahren zugenommen, und im Februar 2019 hatten immerhin 44 Prozent Angst, Opfer eines Verbrechens zu werden - besonders groß ist dabei die Furcht vor Überfällen auf der Straße. Vor diesem Hintergrund stimmten bei einer Befragung im Sommer 2019 66 Prozent einer Videoüberwachung öffentlicher Plätze als Sicherheitsmaßnahme zu.

Ausländerkriminalität ist in Österreich ein häufig diskutiertes Phänomen: 2019 waren 40,1 Prozent aller Tatverdächtigen, 42,8 Prozent aller gerichtlich Verurteilten und 57,9 Prozent aller neu Inhaftierten Ausländer. Damit lag der Ausländeranteil jeweils deutlich höher als in der Gesamtbevölkerung, wo er im gleichen Jahr etwa 16 Prozent betrug. Die meisten ausländischen Tatverdächtigen stammen aus Rumänien, Deutschland und Serbien. Gemäß einer Umfrage von Anfang 2018 glauben 70 Prozent der Österreicher, dass Zuwanderer die Kriminalitätsprobleme verschärfen. Im Februar 2019 stimmten 53 Prozent zu, dass Asylberechtigte, denen in der Heimat Tod oder Verfolgung drohen, bei schweren Straftaten abgeschoben werden sollten; weitere 33 Prozent fanden dies schon bei kleineren Delikten angemessen.

Drogenkriminalität wird in Österreich über das Suchtmittelgesetz erfasst. Hier kamen 2019 rund 43.300 Straftaten zur Anzeige; ein neuer Höchststand im Zehnjahreszeitraum. Im Vergleich der Bundesländer entfallen mit circa 13.100 die mit Abstand meisten Delikte auf Wien. Das am häufigsten angezeigte Suchtgift ist Cannabis, gefolgt von Kokain / Crack und Amphetaminen. Würde Cannabis komplett legalisiert, was im Juli 2019 mit 54 Prozent eine Mehrheit der Österreicher befürwortete, fiele damit ein Großteil der Statistik weg.

Mit der Digitalisierung gewinnt auch Cyberkriminalität an Aufmerksamkeit: 2019 wurden in Österreich rund 28.400 entsprechende Delikte zur Anzeige gebracht; so viele wie noch nie. Nur 37,9 Prozent der Fälle konnten aufgeklärt werden. Trotz der wachsenden Gefahren aus dem Internet fühlen sich laut einer Befragung vom Oktober 2019 46 Prozent der Österreicher schlecht über die Risiken der Cyber-Kriminalität informiert. Von den Unternehmen hingegen sahen sich im Mai 2020 insgesamt 96 Prozent in punkto IT-Sicherheit gerüstet. Das scheint auch nötig zu sein, denn immerhin 57 Prozent von ihnen waren im Jahr 2020 Cyberangriffen ausgesetzt.

Bei der politisch motivierten Kriminalität in Österreich überwogen 2018 die registrierten rechten Tathandlungen mit rund 1.080 Fällen deutlich die linksextremen Straftaten mit 137. Im Bundesländervergleich werden die meisten rechten Taten in Oberösterreich verübt, gefolgt von Niederösterreich und der Steiermark. Ein drängendes Thema ist spätestens seit dem Anschlag in Wien am 2. November 2020 mit vier Todesopfern der religiöse Extremismus: 85 Prozent der Österreicher forderten danach eine stärkere Bekämpfung des islamistischen Terrors.

Die Gefangenenrate in Österreich lag 2018 bei 103 Gefängnisinsassen pro 100.000 Einwohnern; damit stieg sie das zweite Jahr in Folge. Die meisten Häftlinge verbüßen recht kurze Strafdauern: Bei insgesamt 85,1 Prozent von ihnen beträgt die Freiheitsstrafe maximal fünf Jahre; 39,5 Prozent sitzen sogar höchstens ein Jahr ein. Der Einführung einer Sicherungshaft für Gefährder stimmten im November 2020 62 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage zu.

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Kriminalität in Österreich

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