Statistiken zur Kriminalität in Österreich

Kriminalität ist ein Sammelbegriff, unter den alle Straftaten fallen. Statistische Daten zur Kriminalitätsentwicklung beziehen sich zumeist auf angezeigte Delikte, wobei zu beachten ist, dass diese auch durch das Anzeigeverhalten der Bevölkerung beeinflusst werden und stets ein "Dunkelfeld" nicht erfasster Taten bleibt. Im Jahr 2018 wurden in Österreich rund 472.980 Delikte bei der Polizei zur Anzeige gebracht; damit wurde im Zehn-Jahres-Zeitraum ein neuer Tiefststand erreicht. Bei der Aufklärungsquote hingegen konnte mit 52,5 Prozent von der Polizei gelöster Fälle ein Rekordwert erzielt werden. Viel beachtet werden vor allem Gewaltstraftaten; hiervon gab es etwa 69.430 und damit weniger als im Vorjahr mit knapp 72.580. 84,1 Prozent dieser Taten konnten aufgeklärt werden.

Das subjektive Sicherheitsempfinden deckt sich allerdings nicht unbedingt mit diesen Zahlen: Zwar fühlen sich laut einer Ende 2018 durchgeführten Umfrage 93 Prozent der Bevölkerung in Österreich alles in allem sicher. Bei einer anderen Erhebung im Februar 2019 gaben jedoch 53 Prozent an, die Sicherheit für Leib und Leben sei in den letzten Jahren zurückgegangen, und immerhin 44 Prozent hatten Angst, Opfer eines Verbrechens zu werden. Vor diesem Hintergrund stimmten bei einer Befragung im Herbst 2018 fast zwei Drittel (65 Prozent) einer Videoüberwachung öffentlicher Plätze als Sicherheitsmaßnahme zu.

Ausländerkriminalität ist in Österreich ein häufig diskutiertes Phänomen: 2017 waren 39,1 Prozent aller Tatverdächtigen, 42,3 Prozent aller gerichtlich Verurteilten und 60,4 Prozent aller neu Inhaftierten Ausländer. Die meisten ausländischen Tatverdächtigen stammen aus Rumänien, Deutschland und Serbien. Gemäß einer Umfrage von Anfang 2018 glauben 70 Prozent der Österreicher, dass Zuwanderer die Kriminalitätsprobleme verschärfen.

Drogenkriminalität wird in Österreich über das Suchtmittelgesetz erfasst. Hier kamen 2018 rund 41.040 Straftaten zur Anzeige; weniger als im Vorjahr mit 42.610. Bei der Betrachtung der Bundesländer entfallen die mit Abstand meisten Delikte auf Wien. Das am häufigsten angezeigte Suchtgift ist Cannabis, gefolgt von Kokain / Crack und Amphetaminen.

Mit der Digitalisierung gewinnt auch Cyberkriminalität an Aufmerksamkeit: 2018 wurden in Österreich rund 19.630 entsprechende Fälle zur Anzeige gebracht; diese Zahl steigt seit Jahren merklich an. Rund 37,4 Prozent der Fälle konnten aufgeklärt werden. Trotz der wachsenden Gefahren aus dem Internet fühlen sich laut einer Befragung vom Juni 2017 55 Prozent der Österreicher schlecht über die Risiken der Cyber-Kriminalität informiert. Von den Unternehmen hingegen sahen sich im Oktober 2018 82 Prozent ausreichend bis sehr gut in punkto IT-Sicherheit gerüstet.

Bei der politisch motivierten Kriminalität in Österreich überwogen 2017 die registrierten rechten Tathandlungen mit rund 1.060 Fällen deutlich die linksextremen Straftaten mit 211; beide Werte gingen gegenüber dem Vorjahr zurück. Im Bundesländervergleich werden die meisten rechten Taten in Wien verübt, gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich.

Die Gefangenenrate in Österreich lag 2017 bei 102 Gefängnisinsassen pro 100.000 Einwohnern. Damit war sie leicht höher als 2016 (101), aber deutlich niedriger als noch 2007 (108). Die meisten Häftlinge verbüßen recht kurze Strafdauern: Bei insgesamt 85,1 Prozent von ihnen beträgt die Freiheitsstrafe maximal fünf Jahre; bei 40,5 Prozent sogar höchstens ein Jahr. Der Einführung einer Sicherungshaft für Gefährder stimmten im Februar 2019 69 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage zu.

Interessante Statistiken

In den folgenden 7 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 60 Statistiken aus dem Thema "Kriminalität in Österreich".

Kriminalität in Österreich

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Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Kriminalität in Österreich" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Sicherheitsgefühl

Ausländerkriminalität

Drogenkriminalität

Cyberkriminalität

Politisch motivierte Kriminalität

Strafvollzug

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