Statistiken zur Slowakei

Veröffentlicht von Bruno Urmersbach, 21.11.2018
Die Bevölkerung der Slowakei betrug 2017 circa 5,43 Millionen Menschen. In der EU liegt die Slowakei damit auf Rang 19. Im Jahr 2016 wuchs die Einwohnerzahl des Landes um rund 0,2 Prozent. Insgesamt ist die Einwohnerzahl der Slowakei in den letzten Jahren kaum gewachsen. Die Slowakei ist Mitglied der Visegrád-Gruppe (V4) und vertritt innerhalb diesen politischen Zweckbündnisses eine restriktive Migrations- und Asylpolitik.
Die Altersstruktur in der Slowakei weist im europäischen Vergleich einige Besonderheiten auf. So ist nur in Luxemburg der Anteil der potenziell erwerbsfähigen Bevölkerung (15 bis 64 Jahre) größer als in der Slowakei mit 69,5 Prozent - der EU-Durchschnitt liegt bei 65 Prozent (2017). Zudem ist der Anteil der Senioren ab 65 Jahren mit 15 Prozent der drittniedrigste in der EU (Schnitt: 19,4 Prozent). Dadurch sinkt auch das Durchschnittsalter: Hier belegt die Slowakei mit einem Altersmedian von 39,8 Jahren (2017) den viertletzten Platz in Europa. Im Hinblick auf die Bevölkerungsverteilung ist die Slowakei ländlich geprägt: Die Urbanisierung betrug im Jahr 2017 lediglich rund 53,4 Prozent - nur in Slowenien lebten anteilig noch weniger Menschen in städtischen Gebieten; der EU-Schnitt liegt bei 75,25 Prozent.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Slowakei lag 2017 bei circa 95,9 Milliarden US-Dollar bzw. rund 85 Milliarden Euro. Damit belegt das Land Rang 19 in der EU. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl betrug das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf circa 17.664 US-Dollar bzw. 15.600 Euro - dies bedeutet Platz 21 in Europa. Das Wirtschaftswachstum in der Slowakei lag 2017 bei circa 3,4 Prozent; für 2018 wird ein Wachstum von rund 4 Prozent erwartet. Die Wirtschaftsstruktur der Slowakei ist stark vom produzierenden Gewerbe geprägt: Im EU-Vergleich belegt die Slowakei Rang vier bezüglich des Anteils der Industrie am BIP - 2017 waren es 35 Prozent. Gleichzeitig ist in Europa nur in Polen,Tschechien und Irland der Anteil des Dienstleistungssektors niedriger (61,2 Prozent). Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Verteilung der Erwerbstätigen: Im europäischen Vergleich waren im Jahr 2017 nur in Tschechien anteilig mehr Beschäftigte in der Industrie tätig als in der Slowakei (36,3 Prozent; EU-Schnitt: 24 Prozent). Die Arbeitslosenquote betrug 2017 rund 8,1 Prozent; für 2018 wird ein weiterer Rückgang erwartet. Die Inflationsrate in der Slowakei lag 2017 bei circa 1,3 Prozent; für 2018 gehen Prognosen von einer Teuerung von knapp 1,9 Prozent aus.

Im Jahr 2017 exportierte die Slowakei Waren im Wert von rund 84,6 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für circa 83,2 Milliarden US-Dollar. Die Slowakei erzielt seit Jahren Exportüberschüsse in der Handelsbilanz. Der wichtigste Handelspartner für die Slowakei sowohl im Export als auch im Import ist Deutschland.

Die Staatsverschuldung der Slowakei lag 2017 bei circa 42,85 Milliarden Euro; dies entspricht einer Schuldenquote von 50,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im Vergleich zu 2008 hat sich die Quote im Zuge der europaweiten Finanz- und Wirtschaftskrise kurzzeitig fast verdoppelt, fällt jedoch seit 2013 wieder. Das Staatsdefizit des Landes betrug 2017 circa 1,4 Milliarden Euro; die Defizitquote lag bei etwa 1,65 Prozent des BIP.

Interessante Statistiken

In den folgenden 5 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 51 Statistiken aus dem Thema "Slowakei".

Slowakei

Dossier zum Thema

Alle wichtigen Statistiken redaktionell aufbereitet - direkt downloadbar als PPT & PDF!
TOP SELLER

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Slowakei" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Wirtschaft

Staatsfinanzen

Sie haben noch Fragen?

Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns schnell und einfach.
Wir helfen Ihnen gern!

Kontaktieren Sie uns schnell und einfach.
Wir helfen Ihnen gern!

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme

Nutzen Sie gern unser Kontaktformular oder unsere FAQ.
Alternativ können Sie sich auch direkt an unseren Kundenservice wenden.