Statistiken zu Polen

Die Bevölkerung von Polen betrug 2017 circa 38 Millionen Menschen. Damit liegt das Land unter den EU-Staaten an sechster Stelle. Die Einwohnerzahl hat sich in den letzten zehn Jahren aus zweierlei Gründen kaum verändert bzw. leicht verringert. Die Fertilitätsrate in Polen ist mit 1,32 Kindern je Frau (2016) sehr niedrig und daher gehört Polen zu den Ländern mit den niedrigsten Fertilitätsraten (Rang 8) weltweit. Allgemein müssen entwickelte Staaten eine Fertilitätsrate von rund 2,1 Kindern je Frau aufweisen, um die Bevölkerungszahl ohne Zuwanderung zumindest zu erhalten. Andere Staaten gleichen die niedrige Fertilitätsrate durch Zuwanderung aus. Polen weist jedoch seit Jahren einen negativen Migrationssaldo auf - es wandern jedes Jahr mehr Menschen aus Polen aus, als im gleichen Jahr Menschen nach Polen einwandern. 2016 betrug der negative Migrationssaldo von Polen circa 28.139 Personen.
Polen ist Mitglied der Visegrád-Gruppe (V4) und vertritt innerhalb diesen politischen Zweckbündnisses eine restriktive Migrations- und Asylpolitik. Die Lebenserwartung ist mit circa 77,45 Jahren (2016) im europäischen Vergleich eher niedrig. Auch die Urbanisierung in Polen ist niedrig: Nur etwa 60,55 Prozent der Bevölkerung lebten 2017 in Städten; der EU-Schnitt liegt bei rund 75,25 Prozent.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Polen lag 2017 bei rund 524,9 Milliarden US-Dollar bzw. 465,6 Milliarden Euro; im EU-Vergleich belegt Polen hier Rang acht. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl ergibt sich für 2017 ein Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von etwa 13.823 US-Dollar je Einwohner. Beim Pro-Kopf-BIP steht Polen in der EU mit umgerechnet rund 12.100 Euro je Einwohner auf Platz 25. Im Jahr 2017 wuchs die Wirtschaft in Polen um rund 4,55 Prozent; für 2018 wird ein Wachstum in von 4,1 Prozent erwartet. Die Arbeitslosenquote in Polen sinkt seit Jahren - analog zur robusten Wirtschaftsentwicklung - und betrug 2017 rund 4,9 Prozent. Im EU-Vergleich der Arbeitslosigkeit besitzt Polen eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten der EU. In Hinblick auf die Beschäftigungsstruktur ergibt sich folgendes Bild: Trotz eines deutlichen Strukturwandels in den letzten Jahren arbeiteten 2017 noch rund 10,6 Prozent der Erwerbstätigen in Polen in der Landwirtschaft; dieser Wert wird in der EU nur noch von Rumänien und Griechenland übertroffen. Auch der Industriesektor ist mit rund 31,3 Prozent der Beschäftigten stark ausgeprägt; dafür arbeiteten lediglich 58,1 Prozent im Dienstleistungsbereich - wiederum nur in Rumänien sind es noch weniger. Die Inflationsrate in Polen betrug 2017 rund 2 Prozent; 2018 werden die Preise voraussichtlich um circa 2,5 Prozent steigen.

Im Jahr 2017 exportierte Polen Waren im Wert von rund 230,9 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für circa 230,4 Milliarden US-Dollar. 2017 erzielte das Land mit rund 0,5 Milliarden US-Dollar das dritte Jahr in Folge einen Überschuss in der Handelsbilanz. Der mit Abstand wichtigste Handelspartner für Polen sowohl im Export als auch im Import ist Deutschland, auf das jeweils mehr als ein Viertel aller Aus- und Einfuhren entfällt.

Die Staatsverschuldung von Polen betrug 2017 circa 51,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Sein Staatsdefizit hat das Land in den letzten Jahren deutlich verringern können: Die Defizitquote lag 2017 bei circa 1,7 Prozent des BIP.

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