Im Ranking der Länder nach durchschnittlichem Vermögen pro Kopf stehen als reich bekannte Nationen an der Spitze. In der Schweiz besitzt jeder Eidgenosse knapp 800.000 Euro, in den USA sind es gut 600.000 Euro pro US-Amerikaner und in Luxemburg, Hongkong und Australien besitzt jeder Erwachsene im Schnitt zwischen 540.000 und 575.000 Euro. Schaut man allerdings aufs mittlere Pro-Kopf-Vermögen so liegen – zumindest teilweise – andere Länder vorn. Auch Medianvermögen genannt zeigt das mittlere Vermögen den Reichtum einer fiktiven Person, die ihr Land mit der gleichen Anzahl reicherer und ärmerer Menschen teilt. Hier belegen Belgien mit einem mittleren Pro-Kopf-Vermögen von 243.000 Euro, Neuseeland mit 181.000 Euro und Dänemark mit 178.000 Euro ebenfalls Plätze in der weltweiten Top 5.
Das mittlere Pro-Kopf-Vermögen vermittelt ein ausgewogeneres Bild des Reichtums eines Landes, da es berücksichtigt, wie das Vermögen innerhalb der Gesellschaft verteilt ist. Es steigt, je gleichmäßiger die Verteilung ist. Beneluxländer und skandinavische Länder sind für eine egalitärere Vermögensverteilung bekannt, was sich auch in den Daten des heute erschienenen UBS Global Wealth Reports 2026 widerspiegelt: Belgien belegt beim Medianvermögen pro Kopf den zweiten Platz, Dänemark den fünften, Norwegen den neunten und die Niederlande den zwölften.
Die USA sind zwar das zweitreichste Land der Welt (gemessen am durchschnittlichen Pro-Kopf-Vermögen), belegen jedoch beim Medianvermögen nur den 28. Platz. In Belgien verhält es sich genau umgekehrt: Das Land liegt beim Durchschnittsvermögen auf Rang 11, beim Medianvermögen jedoch auf Rang 2 – ein Beleg für eine egalitärere Vermögensverteilung. Australien taucht in beiden Top 5 auf, ein Anzeichen für ein relativ gleichmäßig, aber auch konstant hohes Vermögen der Bevölkerung.
In den USA ist das durchschnittliche Vermögen derweil zehnmal so hoch wie das Medianvermögen – ebenfalls ein Negativrekord. Zum Vergleich: In der Schweiz und Deutschland ist dieser Wert gut sechsmal, in Sweden fünfmal und in Frankreich nur knapp dreimal so hoch. Zu den Ländern mit der geringsten relativen Differenz zwischen Durchschnitts- und Medianvermögen zählen jene, die auch beim Pro-Kopf-Medianvermögen an der Spitze stehen, besonders Luxemburg, Belgien und Neuseeland.





















