In Deutschland ist an drei aufeinanderfolgenden Tagen ein neuer Temperaturrekord gemessen worden, wie Zahlen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigen. "Die in einigen Regionen nun schon seit dem 18.06.2026 anhaltende Hitzewelle kann ohne Umschweife als historisch eingestuft werden. Noch nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat es in Deutschland, aber auch in vielen Teilen von Europa, eine solch lange und intensive Hitzewelle so früh im Sommer gegeben", heißt es auf der Seite des DWD.
Für viele Menschen stellen Temperaturen über 30 Grad eine tödliche Gefahr da. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus beziffert die Anzahl der hitzebedingten Todesfälle seit dem 21. Juni auf 1.300. Am Sonntagmorgen teilte das französische Gesundheitsministerium mit, dass es seit Mittwoch im Land rund 1.000 Todesfälle mehr gegeben habe als erwartet. Für Deutschland liegen hingegen keine aktuellen Zahlen vor. Indes legen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) für den Zeitraum 2016 bis 2025 nahe, dass die Hitze auch hierzulande zahlreiche Todesopfer verursacht haben muss.
So schätzt das RKI, dass im Rekordsommer 2018 hierzulande 8.400 Menschen an den Folgen der Hitze starben. Für das vergangene Jahr wurden die hitzebedingte Todesfälle bis zur 38. Kalenderwoche auf 2.500 taxiert. Der Blick auf die Statista-Grafik zeigt, dass Hitzewelle vor allem für alte Menschen tödlich sein können - rund 89 Prozent der Hitzetoten waren demnach 75 Jahre oder älter.




















