Zwischen 2010 und 2022 sind Viktor Orbán und seine rechtsextreme Fidesz-Partei aus allen ungarischen Parlamentswahlen siegreich hervorgegangen. Diese Siegesserie hat nun ihr Ende gefunden. Den aktuellen Urnengang konnte der Oppositionsführer Peter Magyar und seine Tisza-Partei eindeutig für sich entscheiden. Die 53,2 Prozent der Stimmen reichen außerdem für eine Zweidrittelmehrheit im Parlament.
Für Fidesz das Parteienbündnis Fidesz–KDNP stimmten 38,4 Prozent der Wähler:innen - das entspricht einem Rückgang von 15,7 Prozentpunkten. Damit ist die Partei nach 16 Jahren an der Macht klar abgewählt. Eine Niederlage, die der Ministerpräsident unumwunden eingestanden hat. "Uns ist nicht die Verantwortung und die Chance zum Regieren anvertraut worden. Ich habe der siegreichen Partei gratuliert", so Orbán.
In Brüssel und Berlin wurde das Ergebnis mit Erleichterung aufgenommen. Dazu schreibt tagesschau.de: "Kanzler Merz sieht ein weltweites Signal gegen Rechtspopulismus." Ursula von der Leyen zeigte sich ebenfalls über den Wahlausgang erfreute. "Heute Abend schlägt das Herz Europas in Ungarn stärker", so die EU-Kommissionspräsidentin auf X.




















