Die USA hatten in Sachen Innovationskraft stets einen komfortablen Vorsprung vor China. Wie die Statista-Grafik auf Basis des Global Innovation Index zeigt, wird dieser Vorsprung jedoch immer kleiner. Zwischen den beiden wirtschaftlichen Konkurrenten liegen aktuell nur noch eine Differenz von 5,1 Punkten. Im Jahr 2015 betrug sie noch 12,6 Punkte.
Diese Entwicklung spiegelt strukturelle Veränderungen im globalen Innovationswettbewerb wider. China investiert stark in Forschung, Bildung und Technologie und baut seine Innovationskapazitäten gezielt aus. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte sich das Kräfteverhältnis weiter verschieben und der Wettbewerb um technologische Führerschaft künftig noch intensiver werden.
Der Global Innovation Index untersucht 132 Ökonomien weltweit hinsichtlich ihrer Innovationskraft. Dabei wird anhand von 80 ausgewählten Kriterien ein breites Spektrum unterschiedlicher Themenbereiche in den betreffenden Ländern untersucht, um anhand der Ergebnisse ein Ranking erstellen zu können. Berücksichtigt werden dabei unter anderem die Dimensionen Humankapital, Institutionen, Technologie und kreative Leistung sowie Markt- und Unternehmensentwicklungen. Die maximal erreichbare Punktzahl liegt bei 100.
China holt auch in Sachen Wirtschaftsleistung auf: Hier belegt das Land im Ranking der Länder mit dem größten BIP der Welt mit einigem Abstand zu den USA den zweiten Platz. Allerdings schmilzt der Vorsprung der USA laut der BIP-Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den kommenden Jahren immer weiter zusammen. In der nahen Zukunft, hier sind sich die absolute Mehrzahl internationaler Beobachter einig, wird China die USA als größte Wirtschaftsnation der Welt ablösen. Wird die unterschiedliche Kaufkraft in den Vergleich der Wirtschaftskraft einbezogen, hat China die USA im Ranking der Länder mit dem größten kaufkraftbereinigten BIP in der Zukunft bereits heute eingeholt und wird den Abstand zukünftig deutlich ausbauen.











