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Statistiken zu den USA

USA 2021 - Alles anders unter Präsident Joe Biden?

Joe Biden ist neuer US-Präsident. Der demokratische Herausforderer hat die US-Präsidentschaftswahlen 2020 deutlich gewonnen und Donald Trump im mächtigsten Amt der Welt abgelöst. Joe Biden verfügt mit den Demokraten derzeit sowohl im Repräsentantenhaus wie auch im Senat über eine Mehrheit, die dem Präsidenten die Durchsetzung der eigenen Agenda vereinfachen wird. Diese Hilfe kann der neue US-Präsident auch gebrauchen, denn die Herausforderungen, vor denen die USA stehen, bleiben gewaltig.

Die USA sind auch im Jahr 2021 die größte Wirtschaftsnation und die wichtigste Militärmacht weltweit. Allerdings haben die Vereinigten Staaten auch mit riesigen Problemen zu kämpfen: Das Land verzeichnet weltweit die höchsten Covid Fall- und Todeszahlen, die Wirtschaft muss sich vom Wirtschaftseinbruch im ersten Corona-Jahr 2020 erholen und der vom ehemaligen US Präsidenten Trump ausgelöste Handelskrieg ist in dieser schwierigen Lage auch nicht hilfreich. Darüber hinaus wird vom neuen US-Präsidenten Joe Biden erwartet, dass er die erneut aufgerissenen Gräben in der US-amerikanischen Gesellschaft hinsichtlich Polizeigewalt und strukturellem Rassismus (#BlackLivesMatter) zuschütten kann und die Gesellschaft befriedet.

Einwohnerzahl der USA wächst

In den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) lebten 2020 circa 330,1 Millionen Menschen. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegen die USA auf Rang drei weltweit, ebenso hinsichtlich der Landesfläche von circa 9,8 Millionen Quadratkilometern. Die größten Städte in den USA sind New York mit 8,3 Millionen, Los Angeles mit rund 4 Millionen und Chicago mit rund 2,7 Millionen Einwohnern (2019). Die Gesamtbevölkerung der USA wächst jährlich absolut um rund zwei Millionen Einwohner. Relativ hat sich das Bevölkerungswachstum der USA in den vergangenen Jahren verlangsamt: Wuchs die Einwohnerzahl im Jahr 2009 noch um rund 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, hat sich das Wachstum im Jahr 2020 auf circa 0,35 Prozent verlangsamt.

Migration in die USA
Die USA sind seit jeher ein Einwanderungsland. Im Jahr 2019 wanderten rund 1,03 Millionen Menschen legal und dauerhaft in die USA ein. Gleichzeitig wurden 2019 rund eine Million illegale Einwanderer in den USA aufgegriffen. 531.330 Personen wurden in 2019 aus den USA abgeschoben; rund 171.445 Personen reisten freiwillig aus. Insgesamt wird die Anzahl illegaler Einwanderer in den USA auf circa 10,5 Millionen Menschen geschätzt (2017). Mit rund 4,95 Millionen Personen stellten Mexikaner zu diesem Zeitpunkt die größte Gruppe illegaler Einwanderer in den USA dar. Die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden lag jahrelang im Bereich von 50.000 bis 85.000 Gesuchen bzw. Aufnahmen jährlich. Im Jahr 2019 wurden rund 29.916 Flüchtlinge und Asylsuchende von den USA aufgenommen. Der Wert der Rücküberweisungen von Migranten aus den USA in ihre jeweiligen Herkunftsländer (outflow) wächst seit Jahren kontinuierlich. Im Jahr 2019 überwiesen Migranten in den USA rund 71,6 Milliarden US-Dollar in ihre Herkunftsländer.

USA - Weiterhin die größte Volkswirtschaft der Welt

Gemessen an der absoluten Wirtschaftsleistung sind die USA noch mit weitem Abstand zum zweitplatzierten China die größte Volkswirtschaft der Welt: Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von circa 20,93 Billionen US-Dollar lagen sie im Jahr 2020 noch deutlich vor China (rund 14,72 Billionen US-Dollar). Im Hinblick auf das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf stehen die USA mit geschätzt rund 63.416 US-Dollar je Einwohner (2020) weit vor Schwellenländern wie China oder Brasilien.

Lag der Anteil der USA am kaufkraftbereinigten globalen Bruttoinlandsprodukt beim Höchststand im Jahr 1985 noch bei rund 21,4 Prozent, waren es 2020 nur noch geschätzt rund 15,9 Prozent. Wesentliche Ursache hierfür ist das höhere Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern, vor allem in China.

Das Wirtschaftswachstum der USA ist im Vorjahr nicht so stark eingebrochen wie zu befürchten war. Nachdem die US-Wirtschaft 2019 noch um rund 2,3 Prozent wuchs verringerte sich die Wirtschaftsleistung der USA im ersten Jahr der Corona-Pandemie 2020 um rund 3,5 Prozent. Die USA sind im Vergleich zu anderen Industrieländern ökonomisch sehr viel besser durch dieses erste Jahr der Pandemie gekommen. Wie unsicher die Analysten weltweit in ihren BIP-Prognosen waren, lässt sich im Rückblick auf die Prognosen führender Organisationen und Wirtschaftsinstitute zur Entwicklung des BIP nachvollziehen. Und, die Wirtschaft der USA erholt sich im zweiten Jahr der Pandemie auch sehr viel schneller. Aktuelle Prognosen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) prognostizieren für die USA im laufenden Jahr 2021 ein Wachstum des BIP im Bereich von circa 5,7 bis 7 Prozent.

Die Arbeitslosenquote in den USA ist infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise nach 2007 deutlich angestiegen und erreichte mit 9,6 Prozent im Jahr 2010 ihren höchsten Stand seit rund 30 Jahren. Nur 1982 erreichte sie mit 9,7 Prozent einen marginal höheren Wert. Seit 2011 erholte sich der Arbeitsmarkt in den USA deutlich und die Arbeitslosenquote sank kontinuierlich auf rund 3,7 Prozent im Jahr 2019. Im Jahr 2020 ist die Arbeitslosenquote in den USA auf rund 8,1 Prozent gesprungen und somit stärker gestiegen als in jedem anderen Industrieland. Im Laufenden Jahr wird ein Rückgang der Arbeitslosigkeit auf rund 5,8 Prozent erwartet. Die Inflationsrate in den USA hat 2020 rund 1,25 Prozent betragen, 2021 wird eine Teuerungsrate von rund 2,3 Prozent prognostiziert.

Außenhandel der USA bleibt robust

Im Jahr 2020 exportierten die USA Waren im Wert von rund 1,43 Billionen US-Dollar und importierten Güter für circa 2,41 Billionen US-Dollar. Damit sind die USA das zweitgrößte Exportland und die größte Importnation. Zeitgleich lässt sich jedoch feststellen, dass die Erwartung der USA, die die Motivation für den Beginn des Handelskriegs bildete, nicht aufgegangen ist: Die deutliche Verringerung des US-amerikanischen Handelsbilanzdefizits, indem die Handelspartner durch die Verhängung von Straffzöllen motiviert werden mehr US-amerikanische Güter zu kaufen. Auch wenn das vergangene Jahr eine Zäsur darstellt, lässt sich feststellen, dass sich das Handelsbilanzdefizit der USA 2020 im Vergleich zu den Vorjahren nicht verringerte, sondern mit rund 975,9 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekordwert erreichte. Die USA bleiben dementsprechend auch im Jahr 2020 das Land mit dem größten Handelsbilanzdefizit weltweit. Die wichtigsten Handelspartner der USA sowohl im Export als auch im Import sind die vom Handelskrieg betroffenen USMCA-Partner (United States-Mexico-Canada Agreement) Kanada und Mexiko sowie China.

Staatsverschuldung der USA steigt rasant an

Seit der Wirtschafts- und Finanzkrise ist die Staatsverschuldung der USA deutlich angestiegen. Betrug die Staatsverschuldung 2005 noch rund 8,5 Billionen US-Dollar, wurde Ende 2020 eine Staatsverschuldung von rund 26,61 Billionen US-Dollar registriert. Die Staatsschuldenquote der USA ist von rund 65,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2005, ebenfalls sprunghaft angestiegen und erreichte 2020 bereits circa 127,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts; einer der höchsten Schuldenstände weltweit. Das gesamtstaatliche Haushaltsdefizit betrug 2020 rund 3,32 Billionen US-Dollar, was einer Defizitquote von rund 15,8 Prozent des BIP entspricht. Die USA zählen damit auch zu den Ländern mit dem höchsten Staatsdefizit.

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