Laut der aktuellen Ausgabe des „Freedom on the Net“ Indexes von Freedom House ist das Internet in nur 18 Länder auf der Welt wirklich frei. Was einst als Medium zur freien Weitergabe von Informationen und zur weltweiten Vernetzung erdacht war, wird immer häufiger zum Werkzeug staatlicher Kontrolle und Zensur – allen voran im von der „großen Firewall“ abgeschirmten China. Wie unsere Grafik zeigt, ist die Freiheit im Internet in großen Teilen der Welt zumindest eingeschränkt – eine Situation, die sich zuletzt stetig verschlechtert hat.
Laut Freedom House haben sich die Bedingungen zuletzt in 27 von 72 bewerteten Ländern verschlechtert. Nur 17 Länder sahen eine Verbesserung der Freiheitsrechte im Internet. Auch die Hälfte der Länder, die insgesamt die Bewertung „frei“ erhielten, schnitten 2025 schlechter ab als im Jahr zuvor. Darunter auch Deutschland, dessen Bewertung aufgrund von Abwertungen in den Kategorien Selbstzensur, Bestrafung von Online-Aktivitäten sowie Sicherheit vor Cyberattacken von 77 auf 74 gefallen ist.
Den stärksten Rückgang der Internetfreiheit seit der ersten Ausgabe des Reports im Jahr 2011 stellte Freedom House in Ägypten, Pakistan, Russland, der Türkei und Venezuela fest. All diese Länder haben gemeinsam, dass die staatliche Kontrolle des Internets kontinuierlich verschärft wurde, um die Macht der Regierenden zu erhalten. Weltweit leben laut Freedom House von 5,5 Milliarden Menschen, die Zugang zum Internet haben, 70 Prozent in Ländern, in denen Personen wegen ihrer Online-Aktivitäten angegriffen oder getötet wurden, und 61 Prozent in Ländern, in denen der Zugang zu Social-Media-Plattformen vorübergehend oder dauerhaft eingeschränkt war.
















