Statistiken zu Baden-Württemberg
Wirtschaftliche und finanzielle Lage des Bundeslandes
Mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 615 Milliarden Euro im Jahr 2023 gehört Baden-Württemberg zu den wirtschaftsstärksten Ländern in Deutschland. Gemessen am BIP je Erwerbstätigen zählte das Bundesland ebenfalls zur Spitze Deutschlands; nur Hamburg, Hessen und Bayern hatten im Bundesländervergleich eine noch größere Wirtschaftsleistung erbracht. Mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent und einer Jugendarbeitslosenquote von 3,4 Prozent stand im Jahr 2024 nur in Bayern ein noch kleinerer Anteil ohne Beschäftigung. Der Schuldenstand von Baden-Württemberg reihte sich 2024 mit rund 41 Milliarden Euro im Ländervergleich allerdings eher im oberen Bereich ein und wurde nur noch von Nordrhein-Westfalen, Berlin, Niedersachsen und Hessen übertroffen. Rechnet man die Schulden hingegen auf die Anzahl der Einwohner:innen um, ergibt sich mit ca. 4.900 Euro Schulden pro Kopf der drittniedrigste Schuldenstand aller Bundesländer. Beim Länderfinanzausgleich gehörte Baden-Württemberg 2023 neben Bayern, Hessen, Hamburg und Rheinland-Pfalz zu den fünf Geber-Ländern.Leben und Wohnen in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg lebten im Jahr 2023 rund 11,2 Millionen Einwohner:innen. Der Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung war mit rund 64,4 Prozent im Jahr 2023 vergleichsweise hoch. Ebenso verhält es sich mit dem Anteil der ausländischen Bevölkerung, der im Jahr 2023 rund 18,5 Prozent betrug und nur noch von den drei Stadtstaaten und Hessen übertroffen wurde. Bezüglich der Wohnsituation gab es in Baden-Württemberg im Jahr 2023 mit ca. 484 Wohnungen die deutschlandweit wenigsten Wohnungen je 1.000 Einwohner:innen. Die durchschnittliche zur Verfügung stehende Wohnfläche pro Kopf lag 2023 mit rund 47 Quadratmetern knapp unter dem Mittel aller Bundesländer.Der Bildungssektor in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg wies mit 6,4 Prozent im Vergleich mit den anderen Bundesländern im Jahr 2023 einen der niedrigsten Anteile an Schulabgänger:innen ohne Schulabschluss an der gleichaltrigen Bevölkerung auf. Zudem gab es in dem Bundesland mit 39,1 Prozent einen mittleren Anteil an Schulabsolventen:innen mit allgemeiner Hochschulreife. Mit insgesamt rund 350.000 Studierenden zum Wintersemester 2023/2024 gab es in Baden-Württemberg im deutschlandweiten Vergleich die dritthöchste Anzahl immatrikulierter Personen. Beim Bildungsmonitor 2024 belegte das Bundesland hinsichtlich der Betreuungsbedingungen im Ländervergleich den vierten Rang.Politik und Justiz in dem Bundesland
Auf politischer Ebene ist Baden-Württemberg das Bundesland, das mit Winfried Kretschmann den ersten grünen Ministerpräsidenten in Deutschland stellt. Die Grünen erreichten bei der Landtagswahl im März 2021 rund 32,6 Prozent der Wählerstimmen. Den zweithöchsten Stimmenanteil erhielt die CDU mit rund 24,1 Prozent. Hinsichtlich der Kriminalität bewegt sich das Bundesland auf einem eher niedrigen Niveau. Die Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner:innen war 2023 in Baden-Württemberg die zweitniedrigste aller Bundesländer und wurde nur in Bayern untertroffen. Diese Straftaten wurden im Jahr 2023 zu 63,5 Prozent aufgeklärt; eine vergleichsweise hohe Aufklärungsquote.Eine Vielzahl von Statistiken zu Baden-Württemberg ist im Report zu Baden-Württemberg zusammengestellt. Die vielfältigen Statistiken zu diversen Themen werden dabei in der Regel mit entsprechenden Statistiken für alle Bundesländer ergänzt, um einen Vergleich Baden-Württembergs mit den anderen deutschen Bundesländern zu ermöglichen.