Gender Pension Gap in Deutschland bis 2024
Der Gender Pension Gap in Deutschland ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Trotzdem erhielten Frauen im Jahr 2024 im Schnitt immer noch 25,6 Prozent weniger Rente als Männer. Damit lag die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen in Deutschland über dem EU-Durchschnitt.
Was ist der Gender Pension Gap?
Der Gender Pension Gap gibt den relativen Unterschied der Alterseinkünfte zwischen Frauen und Männern an. Dieser geschlechterspezifische Unterschied entsteht unter anderem aus ungleichem Einkommen und ungleicher Erwerbsbeteiligung im Lebensverlauf. Frauen in Deutschland erzielen aus verschiedenen Gründen im Durchschnitt ein geringeres Arbeitseinkommen als Männer. Sie gehen zum Beispiel häufiger allgemein geringer vergüteten Beschäftigungen im Dienstleistungssektor nach und arbeiten häufiger in Teilzeit. Außerdem werden sie trotz gleichen Berufs, identischer Position und Berufserfahrung, schlechter bezahlt als Männer (bereinigter Gender Pay Gap). Aufgrund der geringeren Einkünfte im Berufsleben erwerben Frauen zumeist auch geringere Rentenansprüche.
Warum ist der Gender Pension Gap höher als der Gender Pay Gap?
Der Gender Pension Gap ist meist höher als der Gender Pay Gap. Der Gender Pay Gap zeigt den Ist-Zustand, also den tatsächlichen Verdienstabstand zwischen den Geschlechtern in der Gegenwart. Verringern sich die Lohnunterschiede, verringert sich auch der Gender Pay Gap unmittelbar. Der Gender Pension Gap informiert jedoch über das tatsächliche Rentengefälle heutiger Rentner:innen, die nicht mehr erwerbstätig sind und daher auch nicht direkt von heutigen Lohnangleichungen profitieren. Erst bei zukünftigen Rentnerinnen wird sich das geringere Lohngefälle aus der eigenen Erwerbsbiografie in einem geringeren Gender Pension Gap ausdrücken können.