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Armutsgefährdungsquote in Ost- und Westdeutschland bis 2018

Armutsgefährdungsquote in Ost- und Westdeutschland von 2005 bis 2018

von J. Rudnicka, zuletzt geändert am 22.08.2019
Armutsgefährdungsquote in Ost- und Westdeutschland bis 2018 Im Jahr 2018 waren in Westdeutschland rund 15 Prozent der Menschen von Armut bedroht. In Ostdeutschland waren es rund 17,5 Prozent. Besonders hoch war die Armutsgefährdungsquote in den Bundesländern Bremen und Mecklenburg-Vorpommern. Hier lag sie bei über 20 Prozent. Am wenigsten von Armut bedroht waren im gleichen Jahr die Menschen, die in Baden-Württemberg und Bayern lebten.

Angleichung zwischen Ost und West

Ähnlich wie bei der Arbeitslosenquote ist bei der Armutsgefährdungsquote zwischen Ost und West in den letzten Jahren eine Angleichung zu verzeichnen: 2005 lag die Armutsquote in den neuen Ländern noch durchschnittlich bei über 20 Prozent, während im früheren Bundesgebiet rund 13 Prozent von Armut bedroht waren. Besonders Alleinerziehende und Menschen mit Migrationshintergrund sind in Deutschland von relativer Einkommensarmut betroffen.

Was ist die Armutsgefährdungsquote?

Die Armutsgefährdungsquote ist laut Quelle ein Indikator zur Messung relativer Einkommensarmut und ist definiert als Anteil der Personen mit einem Äquivalenzeinkommen von weniger als 60 Prozent des Bundesmedians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung in Privathaushalten. Das Äquivalenzeinkommen ist ein auf der Basis des Haushaltsnettoeinkommens berechnetes bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen je Haushaltsmitglied. Es wird herangezogen, um die Einkommen unterschiedlich großer Haushalte vergleichbar zu machen und ergibt sich aus der Summe der Einkommen aller Haushaltsmitglieder, welche anschließend durch einen Wert dividiert wird, der üblicherweise anhand der "neuen OECD-Äquivalenzskala" bestimmt wird. Die Armutsgrenze liegt bei 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Nettoeinkommens der Bevölkerung in Privathaushalten.
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Armutsgefährdungsquote in Ost- und Westdeutschland von 2005 bis 2018

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Dr. Felix Wunderer

Dr. Felix Wunderer
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