Die im Zuge des E-Bike-Booms gestiegene Fahrradnutzung in Deutschland hat auch ein paar Schattenseiten. Während die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland seit 2015 um 18,4 Prozent gesunken ist, nahm die Zahl der getöteten Fahrrad- bzw. E-Bike-Fahrer im selben Zeitraum um mehr als 20 Prozent zu. 462 Radfahrer:innen kamen laut Zahlen des Statistischen Bundesamts im vergangenen Jahr in Deutschland ums Leben, darunter 217 mit dem E-Bike (Pedelec).
Wie unsere Grafik zeigt, hat auch die Zahl der verletzten Radfahrer:innen mit steigender Beliebtheit von E-Bikes zugenommen. Während die Zahl der verunglückten Fahrer:innen konventioneller Fahrräder seit 2015 um 10 Prozent gefallen ist, ist die Zahl der verletzten Pedelec-Fahrer:innen im selben Zeitraum um 872 Prozent gestiegen, hat sich also fast verzehnfacht. So wurden 2015 insgesamt rund 78.000 Fahrrad- oder E-Bike-Fahrer:innen bei Verkehrsunfällen verletzt. Zehn Jahre später gab es mehr als 96.000 Verletzte.
Dieser deutliche Anstieg ist vermutlich auf mehrere Gründe zurückzuführen. Zum einen ermöglichen Pedelecs höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten und beschleunigen schneller als herkömmliche Fahrräder, was insbesondere im Straßenverkehr zu neuen Risikosituationen führen kann. Hinzu kommt, dass E-Bikes überdurchschnittlich häufig von älteren Menschen genutzt werden, die bei Unfällen ein höheres Verletzungsrisiko tragen. Auch die wachsende Verbreitung der Räder führt insgesamt zu mehr Verkehrsteilnehmenden auf zwei Rädern – und damit statistisch zu mehr Unfällen.












