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Statistiken zum Arbeitsmarkt in der Europäischen Union und der Eurozone

Der Arbeitsmarkt in der Europäischen Union ist keineswegs homogen. Die Unterschiede zwischen den EU-Ländern hinsichtlich allgemeiner Arbeitslosenquoten, Jugendarbeitslosigkeit, Teilzeitquoten und prekären Beschäftigungsverhältnissen sind hoch. Während in einigen EU-Ländern, trotz der Corona-Pandemie, nahezu Vollbeschäftigung herrscht, ist die Arbeitslosigkeit in anderen EU-Staaten sehr hoch.

Auswirkungen der Corona-Pandemie: Erster Anstieg der Arbeitslosenzahl seit 2012

Die Anzahl der Arbeitslosen in der Europäischen Union (EU-27) und Eurozone ist im vergangenen Jahr um rund 600.000 Personen in der EU und rund 350.000 Menschen in der Eurozone gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insgesamt waren im Jahr 2020 rund 14,9 Millionen Menschen in der EU und rund 12,6 Millionen Menschen in den Ländern der Eurozone arbeitslos. Zuletzt sind die Arbeitslosenzahlen in der Europäischen Union im Verlauf der Finanzkrise (später auch Eurokrise) 2008 bis 2013 stark angestiegen. In der Europäischen Union (EU-27) stieg die Zahl der Arbeitslosen von rund 15 Millionen in 2008 auf 23,7 Millionen Arbeitslose und in der Eurozone von circa 11,9 Millionen auf 19,1 Millionen. Im Zeitraum 2013 bis 2019 erholte sich der europäische Arbeitsmarkt und die Zahl der Arbeitslosen ist deutlich gesunken.
Die Arbeitslosenquote in der Europäischen Union und Eurozone ist im Jahr 2020 in der EU auf 7,1 Prozent und in der Eurozone auf 7,8 Prozent gestiegen. Die Unterschiede zwischen den Arbeitslosenquoten in den Mitgliedstaaten der EU sind hoch:
Während in Griechenland und Spanien die Arbeitslosenquote rund 15,1 Prozent beträgt (Stand: Juni 2021), herrscht in Tschechien mit einer Arbeitslosenquote von rund 2,8 Prozent nahezu Vollbeschäftigung.

Hohe Jugendarbeitslosigkeit wird EU-Binnenmigration verstärken

Ebenso wie die allgemeine Arbeitslosigkeit stieg im vergangenem Jahr 2020 auch die Anzahl der arbeitslosen Jugendlichen in der EU erstmals seit 2012 wieder an : 2020 sind rund 2,9 Millionen Jugendliche in der EU-27 und rund 2,4 Millionen Jugendliche in der Eurozone arbeitslos gewesen. Im Jahr 2010 waren in der EU noch rund 4,4 Millionen junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren ohne Arbeit. 2013 suchten bereits rund 4,7 Millionen einen Job. In der Eurozone stieg ihre Zahl von rund 3,3 Millionen auf 3,6 Millionen. Seit 2014 gehen die Zahlen wieder zurück: In der EU waren 2019 rund 2,7 Millionen Jugendliche arbeitslos, in der Eurozone waren es rund 2,2 Millionen Jugendliche.
Die Entwicklung der Jugendarbeitslosenquote in der EU und Eurozone verlief entsprechend: Im Jahr 2020 stieg die Jugendarbeitslosenquote der EU-27 auf rund 16,8 Prozent und in der Eurozone auf rund 17,4 Prozent. Bis zum Jahr 2019 hat sich die Jugendarbeitslosenquote deutlich auf rund 15 Prozent in der EU-27 und rund 15,6 Prozent in der Eurozone verringert. In der Vergangenheit stieg die Jugendarbeitslosenquote in der EU-27 zwischen 2008 und 2013 von 16 Prozent auf 24,4 Prozent und in der Eurozone von 15,8 Prozent auf 24,2 Prozent. Damit war nahezu jeder vierte junge Mensch in der EU, der dem Arbeitsmarkt grundsätzlich zur Verfügung steht, ohne Beschäftigung.
Auch hinsichtlich der Jugendarbeitslosenquoten in den EU-Ländern offenbaren sich deutliche Unterschiede. Während in Griechenland und Spanien mit Quoten von 30 Prozent oder mehr schon von einer "verlorenen Generation" gesprochen wird, ist Jugendarbeitslosigkeit in Tschechien, Deutschland oder den Niederlanden kein weit verbreitetes Phänomen.

Erwerbstätigkeit in der EU gesunken

Insgesamt gab es im Jahr 2020 rund 192,5 Millionen Erwerbstätige in der Europäischen Union. Ihre Zahl ist vor dem Hintergrund der steigenden Arbeitslosigkeit in Folge der Corona-Pandemie etwas gesunken. In der EU zählte man im Vorjahr 2019 noch rund 2,5 Millionen Erwerbstätige mehr. In der Eurozone sind es im Jahr 2020 circa 146,4 Millionen Erwerbstätige gewesen, 2019 waren es noch 148,5 Millionen Erwerbstätige.
Die Erwerbstätigenquote in der EU ist entsprechend von rund 68,5 Prozent in 2019 auf rund 67,8 Prozent im Jahr 2020 gesunken. Mit Blick auf die Erwerbstätigenquoten in den EU-Mitgliedstaaten ist die Erwerbstätigkeit in Griechenland, Italien und Rumänien am geringsten und am höchsten ist sie in den Niederlanden, Deutschland und Malta.

Trend zur Beschäftigung im Dienstleistungsbereich ungebrochen
Betrachtet man die Verteilung der Erwerbstätigen auf die Wirtschaftssektoren, so lässt sich in der EU insgesamt ein deutlicher Trend zur Beschäftigung im Dienstleistungssektor konstatieren: Sein Anteil an allen Erwerbstätigen stieg von rund 64,6 Prozent im Jahr 2005 auf rund 71,05 Prozent in 2020. Die Anteile der Erwerbstätigen in der Industrie und in der Landwirtschaft sanken dementsprechend. In der Industrie waren 2005 noch rund 28,5 Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt, 2020 sind es noch rund 24,7 Prozent gewesen. In der Landwirtschaft sank der Anteil der Beschäftigen von rund 6,9 Prozent in 2005 auf rund 5,3 Prozent im Jahr 2020.
Blickt man auf die Verteilung der Erwerbstätigen nach Wirtschaftssektoren in den EU-Ländern, wird abermals die Heterogenität der Arbeitsmärkte deutlich, wenngleich der Trend zu mehr Beschäftigung im Dienstleistungsbereich europaweit deutlich wird.

Prekäre Beschäftigung und Armutsgefährdung in der EU

Der Gender Pay Gap in der Europäischen Union, also der Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen, hat im Jahr 2019 im privaten Sektor rund 19,1 Prozent betragen. Den höchsten Gender Pay Gap in den Ländern der EU hat Estland, wo Frauen im privaten Sektor für die gleiche Arbeit durchschnittlich 21,7 Prozent weniger Lohn erhalten als ihre männlichen Kollegen. Am geringsten fällt der Verdienstabstand in Luxemburg aus, wo der Gender Pay Gap im Jahr 2019 nur 1,3 Prozent betragen hat.
Der Anteil der Teilzeitbeschäftigung an der Gesamtbeschäftigung in den Mitgliedstaaten der EU-27 ist in den Niederlanden am höchsten. Rund 42,8 Prozent aller Niederländer:innen arbeiten in Teilzeit. In Bulgarien gaben insgesamt nur 1,6 Prozent der Befragten an, in Teilzeit zu arbeiten - der niedrigste Wert in der EU (Stand: Erstes Quartal 2021). Mit Ausnahme von Rumänien und dem EU-Beitrittskandidat Montenegro arbeiten Frauen sehr viel häufiger in Teilzeit als ihre männlichen Kollegen. Rund 65 Prozent der Niederländerinnen aber nur rund 22,9 Prozent der Niederländer gehen einer Teilzeitbeschäftigung nach. Die Hauptgründe von Frauen einer Teilzeitbeschäftigung nachzugehen unterscheiden sich zumeist recht deutlich von den Gründen der Männer einer Teilzeitbeschäftigung nachzugehen. Frauen führen häufig die Betreuung von Kindern oder andere familiäre Verpflichtungen als Grund ihrer Teilzeitbeschäftigung an, also Verpflichtungen, die sich unter dem Begriff der "Care Arbeit" zusammenfassen lassen. Frauen, die in ihrem Leben mehr unbezahlte Betreuungsarbeit geleistet haben und deswegen häufiger nur einer Teilzeitbeschäftigung nachgegangen sind, beziehen häufig auch geringere Renten im Alter, was sich im geschlechtsspezifischen Rentengefälle (Gender Pension Gap) in den Mitgliedstaaten ablesen lässt.

Männer sind häufiger prekär beschäftigt, Frauen häufiger von Armut bedroht
Der Anteil der Erwerbstätigen in prekärer Beschäftigung in den Mitgliedsstaaten fällt recht unterschiedlich hoch aus. Im Jahr 2020 sind rund 10,9 Prozent aller Erwerbstätigen in der EU-28 prekär beschäftigt gewesen. Männer sind mit einem Anteil von rund 12,6 Prozent sehr viel häufiger von prekärer Arbeit betroffen gewesen, als Frauen mit einem Anteil von rund 8,8 Prozent.
Beim Anteil der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen in der Europäischen Union kehrt sich das Verhältnis wieder um:
Im Jahr 2019 waren durchschnittlich 20,9 Prozent der EU-Bürger:innen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, wobei Männer mit einem Anteil von 20 Prozent weniger häufig von Altersarmut bedroht sind als Frauen mit einem Anteil von rund 21,8 Prozent.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Arbeitsmarkt in EU und Eurozone" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Jugendarbeitslosigkeit

Erwerbstätigkeit

Interessante Statistiken

In den folgenden 4 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 44 Statistiken aus dem Thema "Arbeitsmarkt in EU und Eurozone".

Arbeitsmarkt in EU und Euro-Zone

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Statistiken zum Arbeitsmarkt in der Europäischen Union und der Eurozone

Der Arbeitsmarkt in der Europäischen Union ist keineswegs homogen. Die Unterschiede zwischen den EU-Ländern hinsichtlich allgemeiner Arbeitslosenquoten, Jugendarbeitslosigkeit, Teilzeitquoten und prekären Beschäftigungsverhältnissen sind hoch. Während in einigen EU-Ländern, trotz der Corona-Pandemie, nahezu Vollbeschäftigung herrscht, ist die Arbeitslosigkeit in anderen EU-Staaten sehr hoch.

Auswirkungen der Corona-Pandemie: Erster Anstieg der Arbeitslosenzahl seit 2012

Die Anzahl der Arbeitslosen in der Europäischen Union (EU-27) und Eurozone ist im vergangenen Jahr um rund 600.000 Personen in der EU und rund 350.000 Menschen in der Eurozone gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insgesamt waren im Jahr 2020 rund 14,9 Millionen Menschen in der EU und rund 12,6 Millionen Menschen in den Ländern der Eurozone arbeitslos. Zuletzt sind die Arbeitslosenzahlen in der Europäischen Union im Verlauf der Finanzkrise (später auch Eurokrise) 2008 bis 2013 stark angestiegen. In der Europäischen Union (EU-27) stieg die Zahl der Arbeitslosen von rund 15 Millionen in 2008 auf 23,7 Millionen Arbeitslose und in der Eurozone von circa 11,9 Millionen auf 19,1 Millionen. Im Zeitraum 2013 bis 2019 erholte sich der europäische Arbeitsmarkt und die Zahl der Arbeitslosen ist deutlich gesunken.
Die Arbeitslosenquote in der Europäischen Union und Eurozone ist im Jahr 2020 in der EU auf 7,1 Prozent und in der Eurozone auf 7,8 Prozent gestiegen. Die Unterschiede zwischen den Arbeitslosenquoten in den Mitgliedstaaten der EU sind hoch:
Während in Griechenland und Spanien die Arbeitslosenquote rund 15,1 Prozent beträgt (Stand: Juni 2021), herrscht in Tschechien mit einer Arbeitslosenquote von rund 2,8 Prozent nahezu Vollbeschäftigung.

Hohe Jugendarbeitslosigkeit wird EU-Binnenmigration verstärken

Ebenso wie die allgemeine Arbeitslosigkeit stieg im vergangenem Jahr 2020 auch die Anzahl der arbeitslosen Jugendlichen in der EU erstmals seit 2012 wieder an : 2020 sind rund 2,9 Millionen Jugendliche in der EU-27 und rund 2,4 Millionen Jugendliche in der Eurozone arbeitslos gewesen. Im Jahr 2010 waren in der EU noch rund 4,4 Millionen junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren ohne Arbeit. 2013 suchten bereits rund 4,7 Millionen einen Job. In der Eurozone stieg ihre Zahl von rund 3,3 Millionen auf 3,6 Millionen. Seit 2014 gehen die Zahlen wieder zurück: In der EU waren 2019 rund 2,7 Millionen Jugendliche arbeitslos, in der Eurozone waren es rund 2,2 Millionen Jugendliche.
Die Entwicklung der Jugendarbeitslosenquote in der EU und Eurozone verlief entsprechend: Im Jahr 2020 stieg die Jugendarbeitslosenquote der EU-27 auf rund 16,8 Prozent und in der Eurozone auf rund 17,4 Prozent. Bis zum Jahr 2019 hat sich die Jugendarbeitslosenquote deutlich auf rund 15 Prozent in der EU-27 und rund 15,6 Prozent in der Eurozone verringert. In der Vergangenheit stieg die Jugendarbeitslosenquote in der EU-27 zwischen 2008 und 2013 von 16 Prozent auf 24,4 Prozent und in der Eurozone von 15,8 Prozent auf 24,2 Prozent. Damit war nahezu jeder vierte junge Mensch in der EU, der dem Arbeitsmarkt grundsätzlich zur Verfügung steht, ohne Beschäftigung.
Auch hinsichtlich der Jugendarbeitslosenquoten in den EU-Ländern offenbaren sich deutliche Unterschiede. Während in Griechenland und Spanien mit Quoten von 30 Prozent oder mehr schon von einer "verlorenen Generation" gesprochen wird, ist Jugendarbeitslosigkeit in Tschechien, Deutschland oder den Niederlanden kein weit verbreitetes Phänomen.

Erwerbstätigkeit in der EU gesunken

Insgesamt gab es im Jahr 2020 rund 192,5 Millionen Erwerbstätige in der Europäischen Union. Ihre Zahl ist vor dem Hintergrund der steigenden Arbeitslosigkeit in Folge der Corona-Pandemie etwas gesunken. In der EU zählte man im Vorjahr 2019 noch rund 2,5 Millionen Erwerbstätige mehr. In der Eurozone sind es im Jahr 2020 circa 146,4 Millionen Erwerbstätige gewesen, 2019 waren es noch 148,5 Millionen Erwerbstätige.
Die Erwerbstätigenquote in der EU ist entsprechend von rund 68,5 Prozent in 2019 auf rund 67,8 Prozent im Jahr 2020 gesunken. Mit Blick auf die Erwerbstätigenquoten in den EU-Mitgliedstaaten ist die Erwerbstätigkeit in Griechenland, Italien und Rumänien am geringsten und am höchsten ist sie in den Niederlanden, Deutschland und Malta.

Trend zur Beschäftigung im Dienstleistungsbereich ungebrochen
Betrachtet man die Verteilung der Erwerbstätigen auf die Wirtschaftssektoren, so lässt sich in der EU insgesamt ein deutlicher Trend zur Beschäftigung im Dienstleistungssektor konstatieren: Sein Anteil an allen Erwerbstätigen stieg von rund 64,6 Prozent im Jahr 2005 auf rund 71,05 Prozent in 2020. Die Anteile der Erwerbstätigen in der Industrie und in der Landwirtschaft sanken dementsprechend. In der Industrie waren 2005 noch rund 28,5 Prozent aller Erwerbstätigen beschäftigt, 2020 sind es noch rund 24,7 Prozent gewesen. In der Landwirtschaft sank der Anteil der Beschäftigen von rund 6,9 Prozent in 2005 auf rund 5,3 Prozent im Jahr 2020.
Blickt man auf die Verteilung der Erwerbstätigen nach Wirtschaftssektoren in den EU-Ländern, wird abermals die Heterogenität der Arbeitsmärkte deutlich, wenngleich der Trend zu mehr Beschäftigung im Dienstleistungsbereich europaweit deutlich wird.

Prekäre Beschäftigung und Armutsgefährdung in der EU

Der Gender Pay Gap in der Europäischen Union, also der Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen, hat im Jahr 2019 im privaten Sektor rund 19,1 Prozent betragen. Den höchsten Gender Pay Gap in den Ländern der EU hat Estland, wo Frauen im privaten Sektor für die gleiche Arbeit durchschnittlich 21,7 Prozent weniger Lohn erhalten als ihre männlichen Kollegen. Am geringsten fällt der Verdienstabstand in Luxemburg aus, wo der Gender Pay Gap im Jahr 2019 nur 1,3 Prozent betragen hat.
Der Anteil der Teilzeitbeschäftigung an der Gesamtbeschäftigung in den Mitgliedstaaten der EU-27 ist in den Niederlanden am höchsten. Rund 42,8 Prozent aller Niederländer:innen arbeiten in Teilzeit. In Bulgarien gaben insgesamt nur 1,6 Prozent der Befragten an, in Teilzeit zu arbeiten - der niedrigste Wert in der EU (Stand: Erstes Quartal 2021). Mit Ausnahme von Rumänien und dem EU-Beitrittskandidat Montenegro arbeiten Frauen sehr viel häufiger in Teilzeit als ihre männlichen Kollegen. Rund 65 Prozent der Niederländerinnen aber nur rund 22,9 Prozent der Niederländer gehen einer Teilzeitbeschäftigung nach. Die Hauptgründe von Frauen einer Teilzeitbeschäftigung nachzugehen unterscheiden sich zumeist recht deutlich von den Gründen der Männer einer Teilzeitbeschäftigung nachzugehen. Frauen führen häufig die Betreuung von Kindern oder andere familiäre Verpflichtungen als Grund ihrer Teilzeitbeschäftigung an, also Verpflichtungen, die sich unter dem Begriff der "Care Arbeit" zusammenfassen lassen. Frauen, die in ihrem Leben mehr unbezahlte Betreuungsarbeit geleistet haben und deswegen häufiger nur einer Teilzeitbeschäftigung nachgegangen sind, beziehen häufig auch geringere Renten im Alter, was sich im geschlechtsspezifischen Rentengefälle (Gender Pension Gap) in den Mitgliedstaaten ablesen lässt.

Männer sind häufiger prekär beschäftigt, Frauen häufiger von Armut bedroht
Der Anteil der Erwerbstätigen in prekärer Beschäftigung in den Mitgliedsstaaten fällt recht unterschiedlich hoch aus. Im Jahr 2020 sind rund 10,9 Prozent aller Erwerbstätigen in der EU-28 prekär beschäftigt gewesen. Männer sind mit einem Anteil von rund 12,6 Prozent sehr viel häufiger von prekärer Arbeit betroffen gewesen, als Frauen mit einem Anteil von rund 8,8 Prozent.
Beim Anteil der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen in der Europäischen Union kehrt sich das Verhältnis wieder um:
Im Jahr 2019 waren durchschnittlich 20,9 Prozent der EU-Bürger:innen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, wobei Männer mit einem Anteil von 20 Prozent weniger häufig von Altersarmut bedroht sind als Frauen mit einem Anteil von rund 21,8 Prozent.

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