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Depressionen und Burn-out – Zahlen und Statistiken

Psychische Erkrankungen umfassen ein weites Feld psychiatrischer und psychologischer Krankheiten, die zwar jeweils eigene Symptome aufweisen, sich aber krankheitsübergreifend durch anormale Gedanken, Emotionen, Verhaltensweisen oder Beziehungen zu anderen Menschen auszeichnen. Psychische Erkrankungen - derzeit die drittwichtigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland - entstehen oft bereits in der Jugend, können aber häufig erfolgreich behandelt werden.


Statistik: Anteile der zehn wichtigsten Krankheitsarten an den Arbeitsunfähigkeitstagen in Deutschland in den Jahren 2012 bis 2018 | Statista Rund ein Drittel der Fehlzeiten aufgrund psychischen Erkrankungen entfallen auf Depressionen. Es existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Arten depressiver Erkrankungen, für die zahlreiche und teilweise konkurrierende genetische, medizinische, psychologische und soziologische Erklärungsansätze herangezogen werden können. Gemeinsam ist diesen Erkrankungen, dass sie eine affektive Störung beschreiben, deren Hauptelement anhaltende Zustände psychischer Niedergeschlagenheit und Traurigkeit sind - bis hin zu Suizidgedanken.
Das Arbeitsunfähigkeitsvolumen aufgrund von Depressionen hat sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Unter DAK-Versicherten kamen 2018 durchschnittlich 93,3 Arbeitsunfähigkeitstage auf 100 Versicherte, wobei Frauen signifikant häufiger betroffen sind als Männer. Auch scheinen sozioökonomische Faktoren wie Arbeitslosigkeit, geringe soziale Unterstützung oder ein insgesamt niedriger Sozialstatus das Ausbilden einer Depression zu begünstigen.
Eng mit der Diagnose Depressionen verbunden ist das vormals als „Modeerkrankung“ verschriene „Burn-out-Syndrom“, das einen Zustand der totalen körperlichen und geistigen Erschöpfung beschreibt. Nach Angaben der AOK hat sich die Krankheitslast aufgrund von Burn-out-Diagnosen in den letzten zehn Jahren mehr als vervierfacht. In der Forschung wird Burn-out immer wieder mit einer hohen Belastung in Arbeit und Privatleben in Verbindung gebracht. Vor allem Berufsgruppen mit hoher sozialer Interaktion sind von Burn-out-Erkrankungen betroffen. Nach Schätzungen von Asklepios und des Manager Magazins könnten bis zu acht Prozent der Mitarbeiter großer DAX-Unternehmen von Burn-out-Erkrankungen betroffen sein .

Trotz einer zunehmenden gesellschaftlichen Sensibilisierung für das Thema psychische Gesundheit im Allgemeinen und Depressionen im Besonderen muss nach wie vor von einer hohen Dunkelziffer an Betroffenen ausgegangen werden. Vor dem Hintergrund therapeutischer Defizite und langen Wartezeiten in psychotherapeutischen Praxen ist also nicht mit einer baldigen Trendumkehr zu rechnen.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Depression und Burn-out-Syndrom" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Depression in Deutschland

Burnout-Syndrom in Deutschland

Versorgung mit Antidepressiva

Interessante Statistiken

In den folgenden 6 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 71 Statistiken aus dem Thema "Depression und Burn-out-Syndrom".

Depression und Burn-out-Syndrom

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Depressionen und Burn-out – Zahlen und Statistiken

Psychische Erkrankungen umfassen ein weites Feld psychiatrischer und psychologischer Krankheiten, die zwar jeweils eigene Symptome aufweisen, sich aber krankheitsübergreifend durch anormale Gedanken, Emotionen, Verhaltensweisen oder Beziehungen zu anderen Menschen auszeichnen. Psychische Erkrankungen - derzeit die drittwichtigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit in Deutschland - entstehen oft bereits in der Jugend, können aber häufig erfolgreich behandelt werden.


Statistik: Anteile der zehn wichtigsten Krankheitsarten an den Arbeitsunfähigkeitstagen in Deutschland in den Jahren 2012 bis 2018 | Statista Rund ein Drittel der Fehlzeiten aufgrund psychischen Erkrankungen entfallen auf Depressionen. Es existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Arten depressiver Erkrankungen, für die zahlreiche und teilweise konkurrierende genetische, medizinische, psychologische und soziologische Erklärungsansätze herangezogen werden können. Gemeinsam ist diesen Erkrankungen, dass sie eine affektive Störung beschreiben, deren Hauptelement anhaltende Zustände psychischer Niedergeschlagenheit und Traurigkeit sind - bis hin zu Suizidgedanken.
Das Arbeitsunfähigkeitsvolumen aufgrund von Depressionen hat sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Unter DAK-Versicherten kamen 2018 durchschnittlich 93,3 Arbeitsunfähigkeitstage auf 100 Versicherte, wobei Frauen signifikant häufiger betroffen sind als Männer. Auch scheinen sozioökonomische Faktoren wie Arbeitslosigkeit, geringe soziale Unterstützung oder ein insgesamt niedriger Sozialstatus das Ausbilden einer Depression zu begünstigen.
Eng mit der Diagnose Depressionen verbunden ist das vormals als „Modeerkrankung“ verschriene „Burn-out-Syndrom“, das einen Zustand der totalen körperlichen und geistigen Erschöpfung beschreibt. Nach Angaben der AOK hat sich die Krankheitslast aufgrund von Burn-out-Diagnosen in den letzten zehn Jahren mehr als vervierfacht. In der Forschung wird Burn-out immer wieder mit einer hohen Belastung in Arbeit und Privatleben in Verbindung gebracht. Vor allem Berufsgruppen mit hoher sozialer Interaktion sind von Burn-out-Erkrankungen betroffen. Nach Schätzungen von Asklepios und des Manager Magazins könnten bis zu acht Prozent der Mitarbeiter großer DAX-Unternehmen von Burn-out-Erkrankungen betroffen sein .

Trotz einer zunehmenden gesellschaftlichen Sensibilisierung für das Thema psychische Gesundheit im Allgemeinen und Depressionen im Besonderen muss nach wie vor von einer hohen Dunkelziffer an Betroffenen ausgegangen werden. Vor dem Hintergrund therapeutischer Defizite und langen Wartezeiten in psychotherapeutischen Praxen ist also nicht mit einer baldigen Trendumkehr zu rechnen.

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