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AU-Fälle aufgrund psychischer Erkrankungen in Deutschland nach Geschlecht bis 2019

Im Zeitraum der Jahre 1997 bis 2019 haben die Arbeitsunfähigkeitsfälle (AU-Fälle) aufgrund psychischer Erkrankungen in Deutschland unter Frauen um 186 Prozent und unter Männern um 197 Prozent zugenommen.

Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch

Die Zunahme von Arbeitsunfähigkeit aufgrund psychischer Erkrankungen (ICD-10 F00-F99) ist die auffälligste Entwicklung im Arbeitsunfähigkeitsgeschehen der letzten Jahre und Jahrzehnte. Neben der Zahl der AU-Fälle, d.h. die Häufigkeit, mit der psychische Erkrankungen als Ursache für Arbeitsunfähigkeit diagnostiziert werden, hat sich auch das Volumen des Arbeitsausfalls drastisch erhöht: Im Rahmen der DAK hat sich die durchschnittliche Anzahl von AU-Tagen je Versicherten sich in den letzten zwanzig Jahren von rund 0,8 auf 2,4 nahezu verdreifacht. Psychische Erkrankungen sind damit zur drittwichtigsten Ursache für Arbeitsunfähigkeit aufgestiegen.

AU-Geschehen und Einflussfaktoren

Fehlzeiten am Arbeitsplatz sind ein wichtiger Indikator für die gesundheitliche Lage der Erwerbstätigen. Das AU-Geschehen wird jedoch durch eine Reihe von Faktoren verzerrt. So werden in der Regel nur Fehlzeiten mit einer Dauer von mehr als drei Tagen an die Krankenkassen gemeldet. Darüber hinaus nimmt in Zeiten hoher Arbeitslosenquoten die Bereitschaft der Beschäftigten ab, sich überhaupt krank zu melden. Schließlich muss berücksichtigt werden, dass eine Krankmeldung sowohl gesundheitliche als auch nicht gesundheitliche Gründe haben kann. Die Entwicklung AU-Kennzahlen muss also immer vor dem Hintergrund externer und individueller Einflussfaktoren interpretiert werden.

Arbeitsunfähigkeitsfälle aufgrund psychischer Erkrankungen in Deutschland nach Geschlecht in den Jahren 1997 bis 2019

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Quelle

Veröffentlichungsdatum

Oktober 2020

Region

Deutschland

Erhebungszeitraum

1997 bis 2019

Hinweise und Anmerkungen

* Indexdarstellung 1997=100

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