Statistiken zum Thema Stress

Veröffentlicht von Statista Research Department, 13.06.2018
Der Begriff „Stress“ beschreibt eine natürliche und evolutionär bedingte Reaktion des Menschen auf Bedrohungssituationen. Um einer gefährlichen Lage zu entkommen schüttet der menschliche Körper Stresshormone aus, die kurzfristig die körperliche Leistungsfähigkeit erhöhen, um auf Gefahren für das eigene Leben durch Kampf oder Flucht reagieren zu können. Im modernen Alltagsleben stellen Kampf und Flucht jedoch kaum noch akzeptable Verhaltensweisen dar. Dem heutigen Menschen fehlt oftmals ein Ventil zum Lösen von Anspannungen. Die Folge ist ein auf die Dauer krankmachendes Verbleiben in permanenter Anspannung.

Laut einer großangelegten Umfrage der Techniker Krankasse leiden in Deutschland mehr als drei Viertel der Erwachsenenbevölkerung zumindest gelegentlich unter Stress - ein knappes Viertel sogar häufig. Frauen scheinen demnach häufiger betroffen zu sein als Männer. Stress ist dabei allerdings keineswegs auf Erwachsene beschränkt. Auch rund 25 Prozent der Kinder gaben an, oft oder sehr oft unter Stress zu leiden.

Die drei größten Faktoren für die Entstehung von Stress bei Erwachsenen sind das Berufsleben, hohe Ansprüche an sich selber und private Konflikte. Als Stressoren im Arbeitsalltag werden vor allem zu lange Arbeitszeiten und ständiger Termindruck genannt. Die Forschung räumt daher dem Wandel der Arbeitswelt eine besondere Stellung für die Entstehung von Stress ein. Kennzeichnend für diesen Wandel ist neben einer konstant hohen Arbeitsbelastung vor allem die "Erosion des Privaten". Darunter werden vor allem die Folgen einer hohen Stundenanzahl und dem Gebot der ständigen Erreichbarkeit sowie der daraus resultierenden wachsenden Unvereinbarkeit von Beruf und Privatleben subsummiert.

Neben den allgemeine Einschränkungen begünstigt eine dauerhafte Stressbelastung die Ausbildung konkreter physischer und vor allem psychischer Erkrankungen. Der Fokus richtet sich dabei auf den Zusammenhang zwischen Stresslevel und seelischen Erkrankungen wie Burn-Out, Depressionen oder Angststörungen. Vor dem Hintergrund steigender Arbeitsunfähigkeitszeiten aufgrund psychischer Erkrankungen fordern Krankenkassen deshalb eine stärkere Sensibilisierung von Arbeitgebern für die Stressbelastung ihrer Mitarbeiter. Auch eine mögliche gesetzliche Regelung wird von einigen Seiten nicht mehr ausgeschlossen.



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