Statistiken zu Brasilien

Brasilien ist mit einer Landesfläche von rund 8,5 Millionen Quadratkilometern das fünftgrößte Land der Welt. Die Bevölkerung von Brasilien betrug 2016 circa 206,1 Millionen Menschen. Wenngleich die Fertilitätsrate sich stetig verringert, bleibt sie mit durchschnittlich 1,78 Kindern pro Frau (2015) im Vergleich zur Durchschnittsrate in der EU (1,58 Kinder pro Frau in 2015) weiterhin relativ hoch. Die größten Städte in Brasilien im Jahr 2016 sind São Paulo mit 11,93 Millionen Einwohnern, Rio de Janeiro mit rund 6,5 Millionen Einwohnern und Salvador mit rund 2,94 Millionen Einwohnern.

Brasilien zählt zur Gruppe der wichtigsten aufstrebenden Schwellenländer, den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China). Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Brasilien betrug 2016 gut 1,8 Billionen US-Dollar. 2011 sind es noch rund 2,6 Billionen US-Dollar; für 2017 werden rund 2,14 Billionen US-Dollar prognostiziert. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl ergibt sich für 2016 ein Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von etwa 8.727 US-Dollar. Brasilien befindet sich in einer schweren Wirtschaftskrise: Das Wirtschaftswachstum in Brasilien lag 2014 noch bei rund 0,5 Prozent - eine sehr niedrige Rate für ein Schwellenland. 2015 und 2016 rutschte Brasilien mit einer negativen Wachstumsrate von rund 3,8 bzw. 3,6 Prozent in die Rezession. Für 2017 wird mit einem minimalen Wachstum von circa 0,2 Prozent gerechnet. Die Arbeitslosenquote in Brasilien steigt rasant und betrug 2016 bereits rund 11,3 Prozent. Aktuell (Stand: Mai 2017) beträgt die monatliche Arbeitslosenquote in Brasilien 13,3 Prozent, dies ist mit Abstand die höchste Quote unter den wichtigsten Industrie- und Schwellenländern. Die Inflationsrate betrug 2016 rund 8,7 Prozent; für 2017 wird mit einer Teuerungsrate von circa 4,4 Prozent gerechnet.

Im Jahr 2016 exportierte Brasilien Waren im Wert von rund 185,3 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für circa 143,5 Milliarden US-Dollar. Die wichtigsten Handelspartner für Brasilien sowohl im Export als auch im Import sind China, die USA und Argentinien. Brasilien verzeichnete in den vergangenen 10 Jahren zumeist solide Handelsbilanzüberschusse. Nachdem die Handelsbilanz 2013 und 2014 negativ war, ist die Handelsbilanz von Brasilien 2016 mit rund 41,8 Milliarden US-Dollar wieder deutlich im Plus.

Die Staatsverschuldung von Brasilien betrug 2016 rund 78,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und auch für 2017 wird - gemessen an den wirtschaftlichen Problemen mit denen Brasilien zu kämpfen hat - nur eine vergleichsweise moderate Steigerung auf rund 81,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwartet. Das Staatsdefizit betrug im Jahr 2016 rund 9 Prozent des BIP und lag damit nahezu dreimal so hoch wie 2013, wo das Staatsdefizit rund 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betrug. 2017 wird in dieser Hinsicht keine Verbesserung eintreten, es wird ein Staatsdefizit von rund 9,1 Prozent prognostiziert. Brasilien gilt als Regionalmacht in Südamerika. Diese Position spiegelt sich auch in den Militärausgaben von Brasilien wider. Brasilien steigerte seine Militärausgaben von 2007 bis 2016 um rund 18 Prozent. 2015 betrug der Anteil der Militärausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Brasilien rund 1,4 Prozent.

Mehr erfahren

Brasilien - Wichtige Statistiken

Diese Statistiken könnten Sie auch interessieren

Das ganze Thema in einem Dokument

Brasilien
  • Redaktionell aufbereitet
  • Download als PPT/PDF
  • Sofortiger Zugriff
  • Ab 295 €

Das ganze Thema in einem Dokument

Brasilien
  • Redaktionell aufbereitet
  • Download als PPT/PDF
  • Sofortiger Zugriff
  • Ab 295 €

Empfehlungen der Redaktion

Weitere Studien zum Thema

Weitere interessante Themen aus der Branche "Brasilien"

Weitere interessante Themen aus der Branche "Brasilien"

Über Statista

Erfahren Sie, wie Statista Ihrem Unternehmen helfen kann.

Webinar vereinbaren

Sie haben noch Fragen?

Sie haben noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns schnell und einfach. Wir helfen Ihnen gern!

Kontaktieren Sie uns schnell und einfach. Wir helfen Ihnen gern!

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme

Nutzen Sie gern unser Kontaktformular oder unsere FAQ.
Alternativ können Sie sich auch direkt an unseren Kundenservice wenden.