Statistiken zu Argentinien

Argentinien ist mit einer Landesfläche von rund 2,8 Millionen Quadratkilometern das achtgrößte Land der Welt und das zweitgrößte in Südamerika (nach Brasilien). Die Bevölkerung von Argentinien betrug im Jahr 2016 circa 43,6 Millionen Menschen. Die größten Städte in Argentinien sind Buenos Aires, Córdoba und Rosario.


Argentinien zählt zwar zur Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20), ist aber mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 545,1 Milliarden US-Dollar (2016) nicht in der Liste der 20 größten Volkswirtschaften der Welt vertreten. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2016 bei circa 12.503 US-Dollar je Einwohner. Nachdem das Land in den vergangenen Jahren immer wieder hohe Wachstumsraten bis zu 10,1 Prozent erzielen konnte, verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt in Argentinien 2016 um -2,3 Prozent. Für 2017 wird ein Wachstum des BIP von gut 2,2 Prozent erwartet. Im Zuge der oftmals hohen Wachstumsraten sank die Arbeitslosenquote in Argentinien von 17,3 Prozent im Jahr 2003 auf circa 6,5 Prozent 2015; 2016 betrug die Arbeitslosenquote rund 8,5 Prozent. Die Inflationsrate hingegen ist in Argentinien seit Jahren sehr hoch. 2015 waren es laut des nationalen Statistikamtes: Instituto Nacional de Estadística y Censos de la República Argentina (INDEC) 26,9 Prozent; allerdings werden die Zahlen von internationalen Organisationen wie dem IWF als zu niedrig angesehen. Für 2016 sind derzeit überhaupt keine Daten verfügbar, da das INDEC die Datenerhebung völlig neu organisierte. Für 2017 gehen die Prognosen von einer Inflationsrate von circa 25,6 Prozent aus.

Im Jahr 2016 exportierte Argentinien Waren im Wert von rund 57,7 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für circa 55,6 Milliarden US-Dollar. Das Land zählt damit weder zu den größten Exportländern noch zu den bedeutendsten Importnationen. Der mit Abstand wichtigste Handelspartner für Argentinien sowohl im Export als auch im Import ist Brasilien, aber auch China und den USA kommt in beiden Kategorien eine Bedeutung zu. Aufgrund der schweren Wirtschaftskrise, die Brasilien erfasst hat, wird auch die argentinische Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen.

Die Staatsverschuldung von Argentinien ist von rund 106 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2004 auf rund 60,25 Prozent im Jahr 2005 gefallen. Diese Entwicklung war das unmittelbare Resultat des Staatsbankrotts 2002, in dessen Folge die argentinische Regierung einen massiven Schuldenschnitt mit der überwiegenden Mehrheit der Gläubiger erreichte. 2011 betrug die Staatsverschuldung rund 35,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Seitdem stieg sie bis 2015 auf rund 52 Prozent, um zuletzt wieder leicht auf 51,3 Prozent zu sinken (2016). Das Staatsdefizit betrug 2016 rund 5,8 Prozent des BIP; dies war das höchste Defizit der letzten Jahre. Den letzten Haushaltsüberschuss erzielte Argentinien 2008 mit rund 0,2 Prozent des BIP.

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