Statistiken zu Argentinien

Argentinien ist mit einer Landesfläche von rund 2,8 Millionen Quadratkilometern das achtgrößte Land der Welt und das zweitgrößte in Südamerika (nach Brasilien). Die Bevölkerung von Argentinien betrug im Jahr 2017 circa 44,1 Millionen Menschen. Die mit Abstand größte Stadt in Argentinien ist die Hauptstadt Buenos Aires mit rund 14,7 Mio. Einwohnern.

Argentinien zählt zwar zur Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20), ist aber mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 637,7 Milliarden US-Dollar (2017) nicht in der Liste der 20 größten Volkswirtschaften der Welt vertreten. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2017 bei circa 14.467 US-Dollar je Einwohner. Nachdem das Land in den vergangenen Jahren teils auch negative Wachstumsraten verzeichnete, konnte zuletzt ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von rund 2,9 Prozent (2017) erreicht werden. Für 2018 wird eine Wachstumsrate von ca. 1,95 Prozent erwartet. Die Arbeitslosenquote in Argentinien lag im Jahr 2003 noch bei 17,3 Prozent, konnte anschließend aber deutlich reduziert werden. Mittlerweile hat sich die Arbeitslosenquote in den letzten zehn Jahren zwischen 7,1 Prozent und 8,7 eingependelt. Im Jahr 2017 waren in Argentinien rund 8,35 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter arbeitslos. Die Inflationsrate hingegen ist in Argentinien seit Jahren sehr hoch. 2017 belief sich die Teuerungsrate auf rund 25,7 Prozent. Für 2018 gehen die Prognosen von einem leichten Rückgang aus; es wird eine Inflationsrate von circa 22,7 Prozent erwartet. Die Inflationsraten der übrigen G20-Staaten sind deutlich niedriger.

Im Jahr 2017 exportierte Argentinien Waren im Wert von rund 58,4 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für circa 66,9 Milliarden US-Dollar. Das Land zählt damit weder zu den größten Exportländern noch zu den bedeutendsten Importnationen. Der mit Abstand wichtigste Handelspartner für Argentinien sowohl im Export als auch im Import ist Brasilien. Danach kommt China und den USA in beiden Kategorien die wichtigste Bedeutung zu. Aufgrund der schweren Wirtschaftskrise, die Brasilien seit einigen Jahren erfasst hat, wird auch die argentinische Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen.

Die Staatsverschuldung von Argentinien ist von rund 106 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2004 auf rund 60,25 Prozent im Jahr 2005 gefallen. Diese Entwicklung war das unmittelbare Resultat des Staatsbankrotts 2002, in dessen Folge die argentinische Regierung einen massiven Schuldenschnitt mit der überwiegenden Mehrheit der Gläubiger erreichte. 2011 betrug die Staatsverschuldung rund 35,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Seitdem stieg sie bis 2017 auf rund 52,6 Prozent; für 2018 wird eine Staatsverschuldung von rund 54,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwartet. Das Staatsdefizit betrug 2017 rund 6,5 Prozent des BIP; dies war das höchste Defizit der letzten Jahre. Den letzten Haushaltsüberschuss erzielte Argentinien 2008 mit rund 0,2 Prozent des BIP.

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