Der Altenquotient in Deutschland steigt seit Jahrzehnten deutlich und dürfte weiter zulegen. 1990 kamen 19,9 Personen ab 67 Jahren auf 100 Personen im Erwerbsalter, 2024 sind es bereits 32,7. Für 2030 wird ein Wert von 38,0 erwartet. Die Infografik auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamts verdeutlicht damit eine klare Alterung der Bevölkerung. Der Altenquotient beschreibt dabei die Anzahl der Personen ab 67 Jahren je 100 Personen im erwerbsfähigen Alter.
Im Zeitverlauf zeigt sich ein nahezu kontinuierlicher Anstieg, der sich in den kommenden Jahren sogar beschleunigen dürfte. In der moderaten Variante steigt der Altenquotient bis 2070 auf 51,0. Noch stärker fällt der Anstieg in einer relativ alten Bevölkerungsentwicklung aus, während eine relativ junge Bevölkerung den Wert merklich dämpfen würde. Dennoch bleibt der Trend in allen Szenarien eindeutig.
Hintergrund ist vor allem der demografische Wandel: geburtenstarke Jahrgänge erreichen das Rentenalter, während weniger junge Menschen nachrücken. Zuwanderung könnte diesen Effekt teilweise abfedern, da sie das Erwerbspersonenpotenzial erhöht und den Altenquotienten dämpft. Laut Destatis gerät dennoch das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentenbeziehenden unter Druck. Eine anhaltend hohe Zuwanderung könnte die Entwicklung verlangsamen, sie jedoch voraussichtlich nicht vollständig umkehren.











