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Statistiken zu Gesundheit weltweit

In den letzten Jahrzehnten haben Fortschritte in Technik und Medizin die Lebenserwartung und den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung auf der ganzen Welt erhöht. Aber in jedem Land gibt es Menschen, die von einer ausreichenden Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind. Und es existieren nach wie vor extreme Ungleichheiten in Bezug auf Gesundheit und Gesundheitsversorgung, die vor allem auf Geografie und Wohlstand basieren. Nach UN-Angaben leiden weltweit knapp 684 Millionen Menschen an Unterernährung. Große Bevölkerungsteile in ärmeren Ländern haben nur unzureichend oder gar keinen Zugriff auf eine gesicherte Trinkwasserversorgung und Zugang zu Sanitäreinrichtungen. 2019 fanden sich die Länder mit der niedrigsten Lebenserwartung allesamt auf dem afrikanischen Kontinent, während die Länder mit der höchsten Lebenserwartung vor allem in Europa und den wohlhabenden Regionen Asiens zu finden sind.


Statistik: Durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt nach Geschlecht weltweit in den Jahren 1990 bis 2019 (in Jahren) | Statista

Ungleichheit als Fortschrittsblockade

Entwickelte Ländern können es sich leisten, mehr Geld in Gesundheit und Gesundheitsversorgung zu investieren und verfügen in der Regel über eine bessere Infrastruktur und Personalausstattung. So sind die USA nicht nur der weltweit größte Pharmamarkt, sondern verzeichnen mit über 10.000 US-Dollar auch pro Kopf die mit Abstand höchsten Gesundheitsausgaben der Welt. Die Ungleichheiten zwischen armen und reichen Regionen hinsichtlich der Lebenserwartung spiegeln sich auch im Krankheitsgeschehen und den hauptsächlichen Todesursachen. Während in Ländern mit niedrigem Einkommen Atemwegsinfektionen und Durchfallerkrankungen zu den häufigsten Todesursachen zählen, fordern in wohlhabenden Ländern vor allem nicht-übertragbare Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Schlaganfälle oder Demenz die meisten Todesopfer. Neben altersbedingten Erkrankungen stellen auch Risikofaktoren, die mit einer bestimmten Lebensweise einhergehen, die Gesundheitssysteme reicher Länder vor große Herausforderungen. So sind es überwiegend einkommensstarke Länder, die die höchsten Raten etwa von Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht ausweisen. Demgegenüber sind Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Malaria oder HIV/AIDS große Gesundheitsrisiken in einkommensschwachen Ländern. Diese Länder tragen die Hauptlast übertragbarer Krankheiten. Die meisten Tuberkuloseneuerkrankungen finden sich etwa in der Region Afrika und Südostasien. Afrikanische Länder verzeichnen auch die höchsten HIV/AIDS-Prävalenzraten und haben die meisten malariabedingten Todesfälle zu beklagen.



Statistik: Weltweite Kindersterblichkeitsrate im Zeitraum von 1990 bis 2019 (Todesfälle je 1.000 Lebendgeburten) | Statista

Fortschritte ja, aber nicht genug

Gemessen an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen haben sich zwar einige gesundheitsbezogene Indikatoren wie z.B. die vorzeitige Kindersterblichkeit zum Teil deutlich verbessert. Der Fortschritt geht jedoch nicht schnell genug, um die selbst gesteckten Ziele bis 2030 zu erreichen. In vielen Bereichen droht darüber hinaus ein Rückschritt aufgrund der weltweiten COVID-19-Pandemie. Eine weitere Intensivierung der Bemühungen und zusätzliche Ressourcen werden erforderlich sein, um die Ausweitung der universellen Gesundheitsversorgung, die Ausbau von Kapazitäten in Gesundheitssystemen und den Zugang zu Arzneimitteln und Medizintechnik entsprechend voranzutreiben.

Wichtige Kennzahlen

Die wichtigsten Kennzahlen liefern Ihnen eine kompakte Zusammenfassung des Themas "Global Health" und bringen Sie direkt zu den zugehörigen Statistikseiten.

Krankheiten

Risikofaktoren

Personal und Infrastruktur

Interessante Statistiken

In den folgenden 6 Kapiteln finden Sie schnell zu den wichtigsten 60 Statistiken aus dem Thema "Global Health".

Global Health

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Statistiken zu Gesundheit weltweit

In den letzten Jahrzehnten haben Fortschritte in Technik und Medizin die Lebenserwartung und den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung auf der ganzen Welt erhöht. Aber in jedem Land gibt es Menschen, die von einer ausreichenden Gesundheitsversorgung ausgeschlossen sind. Und es existieren nach wie vor extreme Ungleichheiten in Bezug auf Gesundheit und Gesundheitsversorgung, die vor allem auf Geografie und Wohlstand basieren. Nach UN-Angaben leiden weltweit knapp 684 Millionen Menschen an Unterernährung. Große Bevölkerungsteile in ärmeren Ländern haben nur unzureichend oder gar keinen Zugriff auf eine gesicherte Trinkwasserversorgung und Zugang zu Sanitäreinrichtungen. 2019 fanden sich die Länder mit der niedrigsten Lebenserwartung allesamt auf dem afrikanischen Kontinent, während die Länder mit der höchsten Lebenserwartung vor allem in Europa und den wohlhabenden Regionen Asiens zu finden sind.


Statistik: Durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt nach Geschlecht weltweit in den Jahren 1990 bis 2019 (in Jahren) | Statista

Ungleichheit als Fortschrittsblockade

Entwickelte Ländern können es sich leisten, mehr Geld in Gesundheit und Gesundheitsversorgung zu investieren und verfügen in der Regel über eine bessere Infrastruktur und Personalausstattung. So sind die USA nicht nur der weltweit größte Pharmamarkt, sondern verzeichnen mit über 10.000 US-Dollar auch pro Kopf die mit Abstand höchsten Gesundheitsausgaben der Welt. Die Ungleichheiten zwischen armen und reichen Regionen hinsichtlich der Lebenserwartung spiegeln sich auch im Krankheitsgeschehen und den hauptsächlichen Todesursachen. Während in Ländern mit niedrigem Einkommen Atemwegsinfektionen und Durchfallerkrankungen zu den häufigsten Todesursachen zählen, fordern in wohlhabenden Ländern vor allem nicht-übertragbare Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Schlaganfälle oder Demenz die meisten Todesopfer. Neben altersbedingten Erkrankungen stellen auch Risikofaktoren, die mit einer bestimmten Lebensweise einhergehen, die Gesundheitssysteme reicher Länder vor große Herausforderungen. So sind es überwiegend einkommensstarke Länder, die die höchsten Raten etwa von Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht ausweisen. Demgegenüber sind Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Malaria oder HIV/AIDS große Gesundheitsrisiken in einkommensschwachen Ländern. Diese Länder tragen die Hauptlast übertragbarer Krankheiten. Die meisten Tuberkuloseneuerkrankungen finden sich etwa in der Region Afrika und Südostasien. Afrikanische Länder verzeichnen auch die höchsten HIV/AIDS-Prävalenzraten und haben die meisten malariabedingten Todesfälle zu beklagen.



Statistik: Weltweite Kindersterblichkeitsrate im Zeitraum von 1990 bis 2019 (Todesfälle je 1.000 Lebendgeburten) | Statista

Fortschritte ja, aber nicht genug

Gemessen an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen haben sich zwar einige gesundheitsbezogene Indikatoren wie z.B. die vorzeitige Kindersterblichkeit zum Teil deutlich verbessert. Der Fortschritt geht jedoch nicht schnell genug, um die selbst gesteckten Ziele bis 2030 zu erreichen. In vielen Bereichen droht darüber hinaus ein Rückschritt aufgrund der weltweiten COVID-19-Pandemie. Eine weitere Intensivierung der Bemühungen und zusätzliche Ressourcen werden erforderlich sein, um die Ausweitung der universellen Gesundheitsversorgung, die Ausbau von Kapazitäten in Gesundheitssystemen und den Zugang zu Arzneimitteln und Medizintechnik entsprechend voranzutreiben.

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