Influenza in Deutschland

Die Influenza (umgangssprachlich häufig „Grippe“) ist eine der weitverbreitetsten Infektionskrankheiten der Welt. Die WHO schätzt das sich Jahr für Jahr mehr als 500 Millionen Menschen mit einem Influenzavirus infizieren. Das Virus wird dabei vor allem durch Tröpfcheninfektion beim Niesen, Husten oder Sprechen von Mensch zu Mensch weitergegeben. Auch Kontaktinfektion mit kontaminierten Gegenständen sind möglich. Die Symptome einer Influenza-Infektion reichen von einer laufenden Nase und Appetitlosigkeit über Husten, Kopf- und Gliederschmerzen bis zu Fieber und Schüttelfrost. In rund einem Drittel der Fälle kommt es zu einem schweren fieberhaften Verlauf, der für Risikogruppen wie ältere Menschen, Kleinkinder oder Menschen mit chronischen oder Vorerkrankungen durchaus lebensgefährlich werden kann. Influenzabedingte Todesfälle werden dabei meist durch eine bakterielle Lungenentzündung verursacht. Ein weiteres Drittel der Betroffenen hat nur leichte Symptome und das letzte Drittel entwickelt überhaupt keine Symptome.

Grippewellen und Grippesaison

Statistik: Gemeldete Fälle von Influenza ( Influenzaviren sind bei niedrigen Temperaturen und trockener Luft stabiler, weshalb die „Grippesaison“ auf der Nordhalbkugel üblicherweise von der 40. Kalenderwoche (Anfang Oktober) bis zur 20. Kalenderwoche des Folgejahres (Mitte Mai) dauert. Als „Grippewelle“ wird ein Zeitraum erhöhter Influenza-Aktivität bezeichnet, an deren Höhepunkt die meisten untersuchten Proben von Patienten mit Grippesymptomen Influenzaviren enthalten. In Deutschland wird das Grippegeschehen von der „Arbeitsgemeinschaft Influenza“ (AGI), einen Netzwerk von rund 700 Haus und Kinderärzten, überwacht, das die Zahlen zu akuten Atemwegserkrankungen ans Robert Koch-Instituts übermittelt.

Situation in Deutschland

Statistik: Influenzabedingte Arztbesuche in Deutschland nach Grippesaison in den Jahren 2011 bis 2020 (in Millionen) | Statista Die Grippewelle der Saison 2019/20 begann in der 2. KW 2020, erreichte in der 5. bis 7. KW 2020 ihren Höhepunkt und endete nach Definition der Arbeitsgemeinschaft Influenza in der 12. KW 2020. Die Grippesaison dauerte elf Wochen und damit kürzer als die fünf Saisons zuvor (13-15 Wochen). Die Verkürzung der Grippewelle in der Saison 2019/20 steht dabei im Zusammenhang mit den bundesweiten Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie. Mindestens 4,7 Millionen Menschen suchten aufgrund entsprechender Symptomen einen Arzt auf; knapp 30.000 Personen mussten Hospitalisiert werden. Die schwerste Grippesaison der letzten Jahre war die Saison 2017/18 mit geschätzten 25.000 Todesfällen (Exzess-Todesfälle).

Virustypologie

Statistik: Wöchentliche Anzahl von Influenza-Fällen in Deutschland nach Art der Viren in der Grippesaison 2020/2021 | Statista Die saisonale Influenza wird seit Jahrzehnten von vier Virustypen bzw. Subtypen verursacht: Influenza Typ A mit den beiden Subtypen H1N1 und H3N3 sowie die beiden Influenza B-Linien B-Victoria und B-Yamagata. Dabei zirkulieren weltweit verschiedene Varianten aber alle vier Typen können das ganze Spektrum von relativen leichten bis zu schweren Krankheitsverläufen und gar den Tod verursachen. In der Saison 2019/20 zirkulierten ähnlich wie in der Vorsaison hauptsächlich die beiden Influenza A-Subtypen. Im Unterschied zur Vorsaison wurden jedoch auch Influenza B-Viren der Victoria-Linie registriert.

Grippeschutzimpfung

Die Symptome einer Influenza können mit verschiedenen Medikamenten behandelt werden. Der effektivste Weg, sich vor einer Infektion zu schützen ist eine jährliche Grippeimpfung. Basierend auf den zirkulierenden Influenzastämmen der letzten Saison empfehlen WHO und EMA jedes Jahr die Zusammensetzung eines Impfstoffes für die nächste Saison, wobei die Wirksamkeit der Impfung aufgrund der natürlichen Wandlung des Virus variiert. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Impfung für besonders gefährdete Personengruppen: Menschen ab 60 Jahren, Schwangere, Personen mit bestimmten Vor- oder chronischen Erkrankungen. Jedoch lassen sich nur ein gutes Drittel der über 60-Jährigen gegen Influenza impfen, wobei der Trend in der letzten Dekade rückläufig war. Im OECD-Vergleich belegt die Bundesrepublik damit eine Platz im unteren Mittelfeld.

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