Statistiken und Zahlen zur Corona-Pandemie 2019/20

Ende des Jahres 2019 traten in China die ersten Fälle einer unbekannten Lungenerkrankung auf, die sich binnen Monaten zu einer weltweiten Pandemie ausweiteten. Am 31. Dezember wurde das WHO-Länderbüro erstmals über die neuartigen Erkrankungsfälle in der Millionenmetropole Wuhan in der Provinz Hubei informiert. Am 7. Januar 2020 schließlich meldeten die chinesischen Behörden, den Erreger als ein neuartiges Coronavirus (SARS-CoV-2) identifiziert zu haben. Das Virus ist verwandt mit dem Erreger der SARS-Pandemie von 2002/03. Die von ihm ausgelösten Symptome ähneln denen einer Grippe und können in schweren Fällen zum Tod führen. Bis zum heutigen Tag hat sich das Virus in mehr als 175 Ländern ausgebreitet und weltweit über 823.000 Menschen infiziert. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich derzeit auf ca. 39.000.

Statistik: Entwicklung der weltweiten Fallzahl des Coronavirus (COVID-19) seit Januar 2020 (Stand: 18. März 2020) | Statista

Chronologie des Ausbruchs

Das Virus wurde aller Wahrscheinlichkeit nach von Tieren auf dem Menschen übertragen (Zoonose). Als ersten Infektionsort machten die chinesischen Behörden den Wuhaner Großhandelsmarkt für Fische und Meeresfrüchte aus. Von hier breitete sich das Virus aus: der Markt wurde am 1. Januar von den Behörden geschlossen, aber bereits am 3. Januar registrierte die WHO 44 Fälle von Pneumonien unbekannter Ätiologie. Die Dunkelziffer der tatsächlichen Infektionen dürfte bereits zu diesem Zeitpunkt deutlich höher gelegen haben. Ab Mitte Januar traten schließlich die ersten Fälle der inzwischen identifizierten Lungenerkrankung COVID-19 in Nachbarländern auf: am 13. Januar meldete Thailand, am 15. Japan und am 20. Südkorea die ersten COVID-19-Fälle. Als die WHO am 30. Januar die Epidemie als internationale Notlage einstufte, war die Zahl der Infektionen bereits auf knapp 10.000 angestiegen. Einen Monat später, am 28. Februar, wurde auch das globale Risikoniveau von „hoch“ auf „sehr hoch“ angehoben. Inzwischen meldeten rund 50 Länder weltweit insgesamt ca. 80.000 Krankheitsfälle – mehr als 2.800 Menschen waren der Krankheit zu diesem Zeitpunkt bereits erlegen. Am 11. März schließlich erklärte die WHO den Corona-Ausbruch zur weltweiten Pandemie.

Statistik: Fallzahl des Coronavirus (COVID-19) in den letzten 15 Tagen nach Ländern weltweit (Stand: 18. März 2020) | Statista

Internationale Verbreitung

Neben China, wo die Corona-Epidemie ihren Ausgang nahm und das am schwersten betroffen ist, verzeichnete Südkorea schon früh eine hohe Zahl an COVID-19-Fällen. Hier begann die Zahl der Infektionen in der zweiten Februarhälfte plötzlich rasant zu steigen. Anfang März überstieg die Fallzahl die 5.000er- und eine Woche später die 7.000er-Schwelle. Am 25. Februar werden erstmals mehr bestätigte tägliche Neuinfektionen außerhalb der Grenzen Chinas gemeldet als innerhalb; z.B. aus Iran . Auch hier hat das Virus in der zweiten Märzwoche bereits mehr als 9.000 Menschen infiziert. In Europa breitet sich COVID-19 vor allem in Italien aus. Der Mittelmeerstaat registriert trotz drastischer Maßnahmen der Regierung - landesweite Quarantänemaßnahmen, Schließung öffentlicher Einrichtungen und nicht lebensnotwendiger Geschäfte, Grenzkontrollen - bis zum 31. März bereits mehr als 105.000 Erkrankungen und 12.400 Todesfälle. Ein Großteil der Infektionen ereigneten sich dabei innerhalb der letzten zwei Wochen. Bei der Zahl der Erkrankungen hat Italien China eingeholt und bei den Corona-Todesfällen sogar überholt. Aber auch in anderen europäischen Ländern steigt die Krankheitslast rasant an: so zählen etwa Deutschland, Spanien und Frankreich bereits fünfstellige Fallzahlen - und die Zahl der Neuinfektionen nimmt täglich zu. Europa hat sich binnen von Wochen zur am stärksten belasteten Weltregion entwickelt. Allerdings steigen mit der Ausweitung der durchgeführten Tests auch jenseits des Atlantiks die Fallzahlen sprunghaft an. In keinem anderen Land erhöhte sich die Zahl der registrierten Infektionen zuletzt schneller, als in den USA, vor allem im Staat New York. Mittlerweile werden aus den USA mehr als 164.000 COVID-19-Fälle gemeldet und damit mehr, als aus jedem anderen Land. In der Bundesrepublik meldete Bayern am 28. Januar als erstes Bundesland einen Fall des neuartigen Coronavirus; zwei Wochen später mit Sachsen-Anhalt schließlich auch das letzte Bundesland. Derzeit verzeichnet das Robert Koch-Institut (RKI) ca. 61.913 COVID-19-Fälle, wobei Nordrhein-Westfalen und Bayern am schwersten betroffen sind. Die ersten beiden deutschen Todesopfer vom 9. März werden ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen gemeldet. Naturgemäß breitet sich das Virus in dicht besiedelten Regionen am schnellsten aus. So sind es vor allem Großstädte wie Berlin, München oder Hamburg, in denen die Krankheitslast am schnellsten steigt. Die Zahl der bestätigten Todesfälle ist mittlerweile deutschlandweit auf 583 gestiegen.

Konsequenzen für die Weltwirtschaft

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sind erheblich, da Produktion, Dienstleistungen und Mobilität stark eingeschränkt werden. Laut aktuellen Studien könnte sich die Auslieferung diverser High-Tech-Produkte infolge des Corona-Ausbruchs drastisch verringern. Die Automobilverkäufe in China sind im Februar über 90 Prozent eingebrochen. Ähnliches gilt für Flugbuchungen von und nach China. Der Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex für China, einer der einflussreichsten Wirtschaftsindikatoren, hat sich im Februar nahezu halbiert. Und auch die Börsen reagierten weltweit mit heftigen Kurseinbrüchen. So gab der amerikanische Leitindex Dow-Jones gegenüber dem Januar um mehr als 2.800 Punkte nach und verbuchte mehrere historische Tagesverluste. Aufgrund der zentralen Rolle, die China für globale Lieferketten, Reise- und Warenmärkte einnimmt, sowie angesichts der Ausbreitung von SARS-CoV-2 auch in westlichen Industrieländern hat die OECD ihre weltweite Wachstumsprognose für 2020 deutlich nach unten korrigiert. Im jüngsten ökonomischen Ausblick vom 2. März 2020 prognostiziert die Organisation für das laufende Jahr ein globales Wachstum des Bruttoinlandproduktes (BIP) von 2,4 Prozent - ein halben Prozentpunkt weniger als noch im November 2019. Demnach müsste China mit 0,8 Prozent und der Euroraum mit 0,3 Prozent weniger Wachstum rechnen.


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Interessante Statistiken

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Corona-Pandemie (COVID-19) 2019/20

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