Statistiken zum Thema Demenz weltweit

Der Sammelbegriff Demenz (ICD-10-Code F00-F03) beschreibt chronische Erkrankungen des Gehirns, die mit einem schleichenden Verfall kognitiver, emotionaler und sozialer Fähigkeiten zusammenfallen. Demenz-Patienten leiden insbesondere unter Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und einer damit einhergehenden erhöhten Vergesslichkeit, die sich im weiteren Krankheitsverlauf bis zum Verlust der Sprach- und Rechenfähigkeiten ausweiten kann: Pflegebedürftigkeit ist die Folge. Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit , die weltweit rund 65 Prozent der Demenzfälle ausmacht. Demenz tritt in den meisten Fällen erst ab dem 60. Lebensjahr auf, wobei Frauen ein signifikant höheres Risiko haben, etwa an Alzheimer zu erkranken. Nach Schätzungen von Alzheimer´s Disease International sind weltweit 46,8 Millionen Menschenvon Demenz betroffen - und jedes Jahr kommen rund 7,7 Millionen Neuerkrankungen hinzu.

Eine weltweit steigende Lebenserwartung vor allem in amerikanischen, europäischen und einigen asiatischen Gesellschaften hat eine erhöhte Lebenszeitprävalenz von Demenzerkrankungen zur Folge, d.h. die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit, in einer Lebensspanne an Demenz zu erkranken, nimmt zu. Der resultierende generelle Anstieg von Demenzerkrankungen könnte die weltweite Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 auf rund 131,5 Millionen Menschen beinahe verdreifachen. Auch in Deutschland würde eine sukzessive Überalterung der Gesellschaft im Zuge von Geburtetnrückgang und Steigerung der Lebenserwartung zu einem massiven Anstieg der Demenzzahlen führen. Nach Berechnungen der Barmer GEK könnte sich der Bevölkerungsanteil von Demenzkranken von rund 1,5 Prozent (2010) bis zum Jahr 2060 auf 3,8 Prozent erhöhen. Auch die Deutsche Alzheimer Gesellschaft prognostiziert einem Anstieg von rund 1,45 Millionen auf rund 2,88 Millionen Erkrankte bis zum Jahr 2060.

Neben persönlichen und familiären Leid sind mit Demenz auch gesellschaftliche Kosten verbunden, die nationale Gesundheits- und Sozialsysteme schwer belasten. Allein für das Jahr 2012 errechnete Alzheimer´s Disease International durch Demenz verursachte weltweite direkte und indirekte Kosten von rund 600 Milliarden US-Dollar. Bezogen auf die Europäische Union warnte die Gesellschaft davor, dass die Kosten für Langzeitpflege bis zum Jahr 2060 rund 2,5 Prozent des gesamten Bruttoinlandsproduktes der EU-Länder ausmachen könnten. Auch für die USA sind die Prognosen düster: Sollten sich die Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten in den nächsten Jahren nicht deutlich verbessern, könnten allein die Kosten für Alzheimerpatienten bis zum Jahr 2050 auf jährlich 1,07 Billionen US-Dollar anwachsen. Mehr Statistiken zum Thema fasst das "Statista-Dossier - Demenzerkrankungen" zusammen.

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