Statistiken zum Thema HIV AIDS weltweit

Hinter der Bezeichnung HIV (human immunodeficiency virus) verbirgt sich ein zu der Familie der Retroviren gehörendes Immunschwäche-Virus. Der durch Körperflüssigkeiten insbesondere durch Blut übertragende HI-Virus führt unbehandelt nach einer unterschiedlich langen Inkubationszeit zu AIDS (acquired immunodeficiency syndrome). Lebensbedrohlich wird für den AIDS-Infizierten die fortgesetzte Zerstörung der körpereigenen Immunabwehr, in deren Folge der Körper zunehmend anfällig wird für opportunistische Infektionen und Tumore.


Laut dem gemeinsames Programm der Vereinten Nationen zur Eindämmung von HIV/AIDS (UNAIDS) waren 2015 weltweit rund 36,7 Millionen Menschen am HI-Virus erkrankt – und damit knapp 15 Prozent mehr als noch zehn Jahre zuvor. Nahezu zwei Drittel der Betroffenen leben im Afrika . Unter den 20 Ländern mit der höchsten HIV-Prävalenz findet sich kein einziges außerafrikanisches Land. Aufgrund einer besseren medizinischen Versorgung, höherer Hygienestandards, Aufklärungs- und Präventionsbestrebungen sind die HIV-Prävalenzraten in westlichen Ländern deutlich niedriger. Sie liegen selten über einem halben Prozent der Erwachsenenbevölkerung.

Auch in Bezug auf die Zahl der Neuerkrankungen und der AIDS-bedingten Todesfälle hat das östliche und südliche Afrika mit 960.000 bzw. 470.000 Fällen knapp die Hälfte der weltweiten Fälle zu tragen. Mit rund 170.000 AIDS-Toten war Nigeria trauriger Spitzenreiter im Jahr 2014. Weltweit hat sich die Zahl der Todesfälle aufgrund globaler Anstrengungen und verbesserter Therapieangebote von 2,3 Millionen (2004-2006) auf rund 1,1 Millionen Tote 2015 verringert. Außerhalb von Afrika sind ist es vor allem die Regionen der Karibik, Osteuropa und Zentralasien - namentlich Thailand und Russland -, die besonders schwer unter AIDS zu leiden haben.

Seit seiner Entdeckung zu Beginn der achtziger Jahre haben sich die Behandlungsmöglichkeiten von HIV/AIDS deutlicher verbessert. Zwar gibt es nach wie vor keine Möglichkeit einer vollständigen Heilung. Der Krankheitsverlauf kann mit antiretroviraler Therapie (ART) jedoch signifikant verlangsamt werden. Mit Hilfe von ART konnten seit 1995 rund 14 Millionen Lebensjahre in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen gerettet werden. Dennoch ist ein universaler Zugang zu antiretroviralen Therapieangeboten bei weitem nicht erreicht. 2015 hatte nur knapp jeder zweite HIV-Infizierte, der für eine ART-Therapie geeignet gewesen wäre, auch tatsächlich Zugang zu einer solchen. UNAIDS schätzt, dass für eine adäquate Versorgung die weltweiten Investitionsmittel von 19 (2015) auf rund 26,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 aufgestockt werden müssten.

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