Statistiken zum Leerstand von Immobilien
Der Immobilienleerstand beinhaltet ungenutzte oder unvermietete Gebäude aus privatem oder öffentlichem Eigentum. Die Immobilien werden in der Immobilienwirtschaft unter verschiedenen Teilmärkten zusammengefasst. Wichtige Teilmärkte sind unter anderem der Wohnungsmarkt sowie der Markt für gewerbliche Immobilien wie Büro-, Einzelhandels- oder auch Lager- und Logistikflächen.
Wohnungsleerstand
Zum Ende des Jahres 2023 konnten in Deutschland rund 43,7 Millionen Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden gezählt werden. Nach Angaben des empirica-Instituts lag die Leerstandsquote auf dem deutschen Wohnungsmarkt zuletzt bei etwa 2,5 Prozent. Auf Basis von Bewirtschaftungsdaten des Immobiliendienstleisters CBRE publiziert das empirica-Institut alljährlich Daten zum Wohnungsleerstand hierzulande. Dieser sogenannte CBRE-empirica-Leerstandsindex untersucht den marktaktiven Leerstand und wird nur für Geschosswohnungen ausgewiesen. Der marktaktive Leerstand umfasst nach Angaben von empirica leer stehende Wohnungen, die unmittelbar vermietbar sind bzw. innerhalb von sechs Monaten bezugsfertig werden könnten. Die empirica-Daten zeigen auch, in Ostdeutschland ist der Anteil leer stehender Wohnungen deutlich höher als in Westdeutschland. Dabei weist Sachsen-Anhalt im Bundesländervergleich die höchste Wohnungsleerstandsquote auf.Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder untersuchen im Rahmen ihrer Zensus-Erhebung ebenfalls den Wohnungsleerstand in Deutschland. Zuletzt war dies im Jahr 2022 der Fall. Demnach standen am Stichtag der Befragung, dem 15. Mai 2022, rund 1,9 Millionen Wohnungen hierzulande leer. Dies entspricht einer Leerstandsquote von 4,3 Prozent. Von diesen leer stehenden Wohnungen stand über die Hälfte seit mindestens einem Jahr leer. Der Leerstand fällt je nach Eigentumsform des Gebäudes relativ unterschiedlich aus. So wiesen Wohnungen, die sich im Besitz des Bundes oder der Länder befanden, die höchsten Leerstandsquoten auf. Wohnungen aus dem Besitz einer Gemeinschaft von Wohnungseigentümer:innen standen weniger oft leer.