Statistiken zu Immobilien

Eine Immobilie (lat. im-mobilis für eine nicht bewegliche Sache) bezeichnet im juristischen Sprachgebrauch ein unbewegliches Sachgut. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff für unbebaute oder bebaute Grundstücke aller Art einschließlich der darauf errichteten Gebäude verwendet. Ist ein unbebautes Grundstück gemeint, wird eine Immobilie auch Liegenschaft genannt. Beim Erwerb eines Grundstücks (bebaut oder unbebaut) fällt in Deutschland die sogenannte Grunderwerbsteuer (GrESt) an. Diese kann, je nach Bundesland, in der Höhe variieren, da es sich hierbei um eine Ländersteuer handelt, die diese an die Kommunen weiterreichen können. Beim Immobilienkauf in Nordrhein-Westfalen fällt derzeit eine Grunderwerbsteuer von 6,5 Prozent an. Wie auch die Grunderwerbsteuersätze, so differieren ebenfalls die Kaufpreise eines Baugrundstücks für Eigenheime innerhalb der Regionen und Städte Deutschlands. Während man in München im Jahr 2016 beispielsweise ca. 1.550 Euro für den Quadratmeter eines baureifen Grundstücks in mittlerer bis guter Wohnlage ausgeben musste, wurden in Kiel lediglich Quadratmeterpreise von durchschnittlich etwa 250 Euro aufgerufen.

Je nach Art der Nutzung gliedert sich der Immobilienmarkt in verschieden Teilsegmente. Unter Wohnimmobilien fallen Gebäude oder Gebäudeteile, welche ausschließlich oder überwiegend Wohnzwecken dienen und von den Eigentümern selbst bzw. einem Mieter genutzt werden. Aktuell gibt es in Deutschland rund 18,7 Millionen Wohngebäude, in den sich etwa 40 Millionen Wohnungen befinden. Hinzu kommen noch die sich in Nichtwohngebäuden befindlichen Wohnungen, wodurch sich in Deutschland ein Wohnungsbestand von insgesamt rund 41,4 Millionen Einheiten ergibt.

Ein weiterer Teil der Immobilienwirtschaft ist der Markt für Gewerbeimmobilien, welcher sich mit der Entwicklung, Bewirtschaftung und Vermarktung von gewerblichen Immobilien wie beispielsweise Büro- und Einzelhandelsimmobilien beschäftigt. Der größte Bestand an Büroflächen findet sich derzeit in der Bundeshauptstadt Berlin, knapp gefolgt von München. In Großstädten mit internationaler Bedeutung, wie die zuvor genannten Städte Berlin und München, aber auch in Hamburg oder Köln ist der Büroflächenbestand erwartungsgemäß höher als in kleineren Bürostandorten, welche volkswirtschaftlich lediglich national oder regional bedeutsam sind.

Weitere Teilbereiche sind unter anderem der Markt für Sozialimmobilien oder Spezialimmobilien. Unter Sozialimmobilien werden Gebäude zusammengefasst, die der Erkennung, Behandlung, Vermeidung und Rehabilitation von akuten Krankheiten dienen wie zum Beispiel Krankenhäuser und Kliniken. Spezialimmobilien oder auch Sonderimmobilien sind Gebäude, die für eine genau bestimmte, besondere Nutzung erstellt und vorgesehen sind, beispielsweise ein Bahnhöfe, Kraftwerksgebäude oder Hotels.

Der Immobilienmarkt ist auch für Investoren interessant. Im europäischen Vergleich weisen deutsche Städte wie zum Berlin oder Hamburg beste Ertragsperspektiven aus. Dies lässt sich auch am Transaktionsvolumen am Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien ablesen. Im Jahr 2016 wurden hierzulande rund 52,6 Milliarden Euro in gewerbliche Immobilien investiert. Der größte Teil floss dabei in Büroimmobilien. Bei Investitionen an den größten Bürostandorten Deutschlands werden regelmäßig Spitzenrenditen um die 4 Prozent erzielt. Auf dem Markt für Wohnportfolios wurden 2016 rund 13,7 Milliarden Euro investiert. In Wohnportfolios werden mehr als zehn Wohneinheiten zu einem Investitionsobjekt zusammengefasst.


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  • Statista Digital Market Outlook - Marktreport
  • Statista Branchenreport - WZ-Code 68

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