Mord- und Selbstmordrate in den USA 1900-1950

Zur Zeit der Prohibition in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) in den Jahren von 1920 bis 1933 stieg die Selbstmordrate stetig an, mit der Rücknahme der Prohibition fiel sie daraufhin wieder. Auffällig im Hinblick auf die Selbstmordrate ist die generelle Entwicklung, denn vorher war diese bereits seit 1915 stark rückgängig. Einen starken Einfluss auf die steigende Selbstmordrate dürfte auch die Weltwirtschaftskrise und die folgende Große Depression gehabt habe.
Im Bezug auf die Mordrate stieg diese zwar auch vor der Prohibition konstant an, erreichte jedoch bis 1933 einen neuen Höchststand mit 9,7 Morden auf 100.000 Einwohner. Genau wie die Selbstmordrate sank die Anzahl der Mordfälle in den kommenden Jahren deutlich.

Die Prohibition

Die Prohibition erklärte landesweit die Produktion, Verbreitung und den Verkauf von alkoholhaltigen Produkten für illegal, der Konsum jedoch blieb strafbefreit. Schon seit mehreren Jahren wurde die Bewegung für das Verbot von Alkohol in den USA stärker. Angeführt wurde diese Bewegung von konservativen Protestanten, welche einen moralischen Verfall und eine gesellschaftliche Degeneration durch den Alkoholkonsum postulierten, später wurden sie auch durch die Frauenbewegung unterstützt. Auch gesundheitliche Überlegungen spielten eine Rolle.
Der Erste Weltkrieg brachte einen endgültigen Umschwung der öffentlichen Meinung mit sich. Viele Deutschamerikaner, die ursprünglich das Bier mit in die USA gebracht und so den Alkoholkonsum befördert hatten, wurden mit dem Ausbruch der Kampfhandlungen nun deutlich kritischer betrachtet. Bier, und der damit verbundene Alkoholkonsum, galten als "deutsch" und damit als unpatriotisch.

Die Auswirkungen der Prohibition

Zur Durchsetzung der Prohibitionsgesetzgebung wurde eine eigens zu diesem Zweck gegründete Behörde damit beauftragt, den Willen des Kongresses durchzusetzen. Dieses Vorhaben jedoch misslang. Die Kriminalitätsrate stieg massiv an und ermöglichte erst das "goldene Zeitalter" des organisierten Verbrechens in und um die USA herum. Illegale Destillen und versteckte Kneipen entstanden im gesamten Land und wurden stark frequentiert. Dadurch stieg auch die Anzahl an Alkoholvergiftungen, denn dieser wurde oft ohne die entsprechenden Sachkenntnisse angefertigt, was den Reinheitsgehalt und dessen Ungefährlichkeit stark negativ beeinflusste. Im Jahr 1933 wurde das Verbot von Alkohol wieder aufgehoben.

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Mord- und Selbstmordrate und die Veränderungen während der Prohibition (1920-1933) in den Vereinigten Staaten von Amerika in den Jahren von 1900 bis 1950

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Veröffentlichungsdatum

Januar 2020

Region

USA

Erhebungszeitraum

1900 bis 1950

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