Themenseite zum Strommarkt der Schweiz

Veröffentlicht von Martin Kords, 09.07.2019
Der Schweizer Strommarkt wird sich aufgrund von nationalen und internationalen Entwicklungen in den nächsten Jahren stark wandeln. Die Energiestratgie 2050 sieht unter anderem die Abkehr von Kernkraftwerken vor, stattdessen sollen erneuerbare Energien gefördert und ausgebaut werden. Gleichzeitig kommt der Schweiz durch ihre geografische Lage eine wichtige Rolle im grenzüberschreitenden Stromtransit zu und da die EU den weiteren Ausbau des europäischen Strombinnenmarktes anstrebt, wird sich dies weiter auf die Schweiz auswirken. Zudem gibt es immer wieder Bestrebungen die Liberalisierung des Strommarktes auch auf Haushalte und Gewerbetreibende auszuweiten. Großkunden können ihren Lieferanten bereits seit 2009 frei wählen, die Öffnung für weitere Abnehmer wurde bisher vertagt. Im aktuellen Revisionsentwurf zum Stromversorgungsgesetz ist die vollständige Öffnung des Strommarktes jedoch vorgesehen.

Im Jahr 2018 wurden in der Schweiz rund 63,5 Terawattstunden Strom erzeugt. Der deutliche Anstieg (+ 6,2 Terawattstunden) in der Produktion ist auf die erneute Inbetriebnahme des Block 1 des Kernkraftwerks Beznau zurückzuführen. Den mit Abstand größten Beitrag zur Stromerzeugung leisten in der Schweiz Wasserkraftwerke. Fossile Brennstoffe sind für die Elektrizitätserzeugung hingegen nur von geringer Bedeutung.

Beim Blick auf den Stromverbrauch nach Sektoren zeigt sich, dass die Haushalte im Jahr 2018 mit rund 19,1 Terawattstunden die größten Abnehmer in der Schweiz waren. Im Sektor Industrie bzw. verarbeitendes Gewerbe konnte der Stromverbrauch von 19,2 Terawattstunden 2011 auf 17,3 Terawattstunden im Jahr 2018 reduziert werden. Der gesamte Stromabnahme der Schweiz belief sich 2018 auf etwa 57,65 Terawattstunden. Zum Vergleich: In Deutschland wurden im gleichen Jahr 527 Terawattstunden Strom verbraucht, in Österreich lag der Stromverbrauch bei über 71 Terawattstunden (2017). Insgesamt gelang es, den Pro-Kopf-Stromverbrauch in der Schweiz zu senken. Im Jahr 2010 lag dieser noch bei etwa 7,64 Megawattstunden, 2018 bei nur noch 6,77 Megawattstunden.

Die Schweiz wird auch als Stromdrehscheibe innerhalb Europas bezeichnet. Die Werte des Imports und des Exports sind entsprechend hoch im Vergleich zur erzeugten und verbrauchten Strommenge der Schweiz. Größtes Abnehmerland ist traditionell Italien, größter Stromlieferant hingegen Frankreich.

Die Stromkosten der Haushalte liegen im Jahr 2019 bei einem durchschnittlichen Preis von 20,5 Rappen pro Kilowattstunde Strom. Dieser beinhaltet einen Anteil von 2,3 Rappen für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für erneuerbare Energien. Betreiber entsprechender Anlagen können die Vergütung beantragen, um die höheren Produktionskosten auszugleichen. Für die Industrie liegt der Preise für Strom je nach Verbrauchertyp deutlich unter dem für die privaten Nutzer.

Im Jahr 2017 wurden 332 Elektrizitätsunternehmen in der Schweiz gezählt. Zu den größten Stromversorgern im Jahr 2018 gehören die Unternehmen Alpiq Holding AG, Axpo Holding AG, die BKW Gruppe und die Repower AG. Allein die Alpiq Holding AG konnte im Jahr 2018 einen Umsatz in Höhe von rund 5,2 Milliarden Schweizer Franken erwirtschaften.

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