Statistiken zum Energiemarkt in der Schweiz

Veröffentlicht von Martin Kords, 15.08.2019
Mit der Annahme der Energiestrategie 2050 stimmten die Schweizer für eine Neuausrichtung der Energiepolitik. Der Energiemix der Schweiz wird sich langfristig deutlich verändern. Das Verbot neuer Kernkraftwerke und der damit verbundene Ausstieg aus der Kernenergie stellt den Strommarkt vor große Herausforderungen. Für die Versorgungssicherheit und eine gleichzeitig preiswerte Energieversorgung sollen erneuerbare Energien und die Steigerung der Energieeffizienz sorgen. Des Weiteren sieht die Strategie eine Senkung der Treibhausgasemissionen vor, dafür soll der Verbrauch fossiler Energieträger verringert werden. Angestrebt wird eine Reduktion der CO2-Emissionen auf 1 bis 1,5 Tonnen pro Kopf pro Jahr. Zuletzt verursachte jeder Schweizer durchschnittlich 4,72 Tonnen CO2.

Für die Primärenergiegewinnung wird in der Schweiz derzeit vor allem auf Wasserkraft gesetzt, der Anteil der erneuerbaren Energien ist noch relativ gering. Der Großteil der benötigten Energie wird aber weiterhin importiert; 2018 waren es insgesamt etwa 668,4 Petajoule, Rohöl und Erdölprodukte dominierten dabei. Der Endenergieverbrauch der Schweiz belief sich 2018 auf 830,9 Petajoule. Zwar gelang hier erneut eine Reduktion des Verbrauchs, ausschlaggebend war dafür aber vor allem die Anzahl der Heiztage. Diese war 2018 im Vergleich mit dem Vorjahr deutlich geringer. Entsprechend sank der Verbrauch von Erdölbrennstoffen. Der Bedarf an Treibstoffen stieg jedoch gegenüber 2017 wieder.

Die Betrachtung des Bedarfs nach Verbrauchergruppe bestätigt dies, der Verbrauch im Bereich Verkehr erhöhte sich in den letzten Jahren. In den anderen Bereichen konnte hingegen jeweils eine Reduzierung des Endenergieverbrauchs erreicht werden. Mit etwa 94 Prozent ist zudem fast ausschließlich der Straßenverkehr für den Energieverbrauch im Verkehrssektor verantwortlich. Der erhöhte Energiebedarf kann vor allem mit der steigenden Zahl der Pkw und der Nutzfahrzeuge erklärt werden. Diesel spielt dabei eine immer größere Rolle, der Absatz von Benzin sinkt seit Jahren hingegen kontinuierlich.

Die Energieversorgungsbranche in der Schweiz bestand 2016 aus 786 Unternehmen, sie beschäftigten insgesamt 30.268 Personen. Zu den größten Schweizer Energieversorgern gehören die Alpiq Holding AG, die DufEnergy Trading SA, die Axpo Holding AG, die BKW Energie AG sowie die Repower AG.

In den letzten Jahren erhöhten sich die Konsumentenpreise für Energie in der Schweiz, zuletzt betrug die Veränderung etwa 7,7 Prozent. Besonders stark stiegen dabei die Preise für Heizöl. Weitere Informationen zu den Preisentwicklungen enthält das Dossier Strom- und Energiepreise in der Schweiz.

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