Statistiken zur Wasserkraft in der Schweiz

Veröffentlicht von Martin Kords, 12.07.2019
Der Wasserkraft kommt in der Energiegewinnung der Schweiz eine entscheidende Rolle zu, etwa 55,4 Prozent des erzeugten Stroms wurde 2018 durch Wasserkraftwerke produziert. Die topografische Beschaffenheit des Landes ermöglicht eine überaus effiziente Nutzung des Wassers, das vorhanden Gefälle der Gebirge ermöglicht eine effektiv Stromerzeugung. Insgesamt wurden durch Wasserkraftwerke im Jahr 2017 rund 37,5 Terawattstunden Strom bereitgestellt. Im Zuge der Energiestrategie 2050 und den damit verbundenen Anpassungen im Strommarkt wird die Bedeutung weiter wachsen.

In der Schweiz werden unterschiedliche Technologien zur Stromerzeugung durch Wasserkraft genutzt. Speicherkraftwerke lagern potenzielle Energie (Wasser) in Stauseen um diese bei hoher Nachfrage in elektrische Energie umzuwandeln und den Strom so gezielt in das Übertragungsnetz einzuspeisen. Laufwasserkraftwerke erzeugen unmittelbar durch den Wasserzufluss Strom. Die Speicher- und Laufwasserkraftwerke der Schweiz verfügten im Jahr 2016 zusammen über eine Leistung von rund 12,2 Gigawatt.

Die tatsächliche Stromproduktion ist dabei von äußeren Einflüssen abhängig. Laufkraftwerke sind von der transportieren Wassermenge der Flüsse beeinflusst, die Produktion durch Speicherkraftwerke ist durch das Speichervermögen der Stauseen bestimmt. Aufgrund des größeren Zuflusses in den Sommermonaten erzeugen Laufkraftwerke etwa 64 Prozent ihrer Jahresproduktion in den Sommermonaten (April bis September). Speicherkraftwerke sind unabhängiger von der Zuflussmenge, sodass sie die geringere Erzeugung der Laufwasserkraftwerke in den Wintermonaten kompensieren können.

Die Schweiz verfügt zusätzlich über Pumpspeicherkraftwerke (PSW). Diese nutzen Leistungsüberschüsse im Energienetz um Wasser in höher gelegene Gebiete zu pumpen. Bei Energieengpässen wird das gelagerte Wasser wieder abgelassen und mittels Turbinen und Generatoren Strom erzeugt. Das derzeit größte PSW – gemessen an der Leistung – ist das Kraftwerk Grande Dixence mit einer Leistung von 2,1 Gigawatt.

Die größten Stromversorger der Schweiz – gemessen am Umsatz – sind die Alpiq Holding AG mit einem Umsatz von rund 5,2 Milliarden Schweizer Franken im Jahr 2018 und die Axpo Holding AG mit einem Umsatz von rund 4,9 Milliarden Franken. Die Wasserkraftwerke der Alpiq Holding AG erzeugten im Jahr 2018 rund 4,23 Terawattstunden Strom.

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