Statistiken zu Südkorea

Die Bevölkerung von Südkorea beträgt rund 51,25 Millionen Einwohner (2016). Aufgrund der relativ geringen Landesfläche ist Südkorea mit rund 519 Einwohnern pro Quadratkilometer dicht besiedelt. Die größten Städte in Südkorea sind Seoul, Busan und Incheon. Obwohl Südkoreas Bevölkerung wächst, ist die Fertilitätsrate sehr niedrig: Mit durchschnittlich nur 1,24 geborenen Kindern pro Frau steht Korea zusammen mit Singapur auf Rang drei der Länder mit den niedrigsten Fertilitätsraten. Zugleich ist die Lebenserwartung in Südkorea mit rund 82,2 Jahren eine der höchsten weltweit (Platz 10).


Südkorea zählt sowohl zur Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) als auch zu den sogenannten "Next Eleven", den bedeutendsten Schwellenländern nach den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China). Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 1,41 Billionen US-Dollar (2016) steht Südkorea auf Rang 11 der größten Volkswirtschaften der Welt. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl ergibt sich ein Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von rund 27.539 US-Dollar (2016). Das Wirtschaftswachstum in Südkorea betrug 2016 rund 2,8 Prozent; für 2017 werden circa 2,7 Prozent erwartet. Die Arbeitslosenquote in Südkorea ist seit Jahren sehr niedrig und lag 2016 bei etwa 3,7 Prozent; 2017 wird sie voraussichtlich leicht auf 3,8 Prozent steigen. Die Inflationsrate betrug 2016 rund 1 Prozent; 2017 werden die Preise laut Prognosen um circa 1,8 Prozent steigen.

Im Jahr 2016 exportierte Südkorea Waren im Wert von rund 495,4 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für circa 406,2 Milliarden US-Dollar. Südkorea steht weltweit auf Rang acht der wichtigsten Exportländer und Rang zehn der bedeutendsten Importnationen. Bis auf 2008 war die Handelsbilanz von Südkorea in den letzten Jahren immer positiv; 2016 erzielte Südkorea einen Handelsbilanzüberschuss von rund 89,2 Milliarden US-Dollar und somit Rang vier der Staaten mit dem höchsten Handelsbilanzüberschuss. Wichtigster Handelspartner sowohl im Export als auch im Import ist China, aber auch Japan und die USA sind beidseits wichtige Handelspartner für Südkorea.

Die Staatsverschuldung von Südkorea ist niedrig; sie betrug 2016 rund 38,55 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im Staatshaushalt erwirtschaftet das Land überwiegend Überschüsse; 2016 lag das Plus bei knapp 0,3 Prozent des BIP, 2017 wird ein Überschuss von 0,75 Prozent erwartet.

Von besonderer Brisanz für Südkorea ist das Verhältnis zum kommunistischen Nordkorea. Seit dem Ende des Koreakriegs 1953 verläuft die Grenze zwischen den beiden Staaten ungefähr entlang dem 38. Breitengrad, wobei das Grenzgebiet eine demilitarisierte Zone und der Grenzverlauf umstritten ist. Nach wie vor besteht zwischen Nord- und Südkorea lediglich ein Waffenstillstand, aber kein Friedensvertrag. Nordkorea ist eine Atommacht und testet, trotz intensiver Proteste der internationalen Staatengemeinschaft, regelmäßig Kernwaffen und Trägersysteme. Die andauernden Spannungen schlagen sich auch in der militärischen Stärke beider Länder nieder. So stehen sich rund 1,2 Millionen nordkoreanische und circa 655.000 südkoreanische Soldaten gegenüber, wenngleich das südkoreanische Militär wesentlich moderner ausgerüstet ist.

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