Statistiken zu Südkorea

Die Bevölkerung von Südkorea beträgt rund 50,4 Millionen Einwohner (2014). Aufgrund der relativ geringen Landesfläche ist Südkorea mit rund 517 Einwohnern pro Quadratkilometer eines der Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte. Die größten Städte in Südkorea sind Seoul, Busan und Incheon. Obwohl Südkoreas Bevölkerung wächst, ist die Fertilitätsrate sehr niedrig: Mit durchschnittlich nur 1,19 geborenen Kindern pro Frau steht Korea zusammen mit Singapur auf Rang drei der Länder mit den niedrigsten Fertilitätsraten. Zugleich ist die Lebenserwartung in Südkorea mit 81,5 Jahren eine der höchsten weltweit (Platz 13).


Südkorea zählt sowohl zur Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) als auch zu den sogenannten "Next Eleven", den bedeutendsten Schwellenländern nach den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China). Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 1,41 Billionen US-Dollar (2014) steht Südkorea auf Rang 13 der größten Volkswirtschaften der Welt. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl ergibt sich ein Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von rund 27.970 US-Dollar (2014). Das Wirtschaftswachstum in Südkorea betrug 2014 rund 3,3 Prozent; für 2015 werden 2,7 Prozent erwartet. Die Arbeitslosenquote in Südkorea ist seit Jahren sehr niedrig und lag 2014 bei etwa 3,5 Prozent; 2015 wird sie voraussichtlich leicht auf 3,7 Prozent steigen. Die Inflationsrate betrug 2014 rund 1,3 Prozent; 2015 werden die Preise laut Prognosen um circa 0,7 Prozent steigen.

Im Jahr 2014 exportierte Südkorea Waren im Wert von rund 572,7 Milliarden US-Dollar und importierte Güter für circa 525,5 Milliarden US-Dollar - jeweils Rekordwerte in der südkoreanischen Geschichte. Südkorea steht weltweit auf Rang sieben der wichtigsten Exportländer und Rang neun der bedeutendsten Importnationen. Bis auf 2008 war die Handelsbilanz von Südkorea in den letzten Jahren immer positiv; 2014 erzielte Südkorea einen Handelsbilanzüberschuss von rund 47,15 Milliarden US-Dollar und somit Rang 11 der Staaten mit dem höchsten Handelsbilanzüberschuss. Wichtigster Handelspartner sowohl im Export als auch im Import ist China, aber auch Japan und die USA sind beidseits wichtige Handelspartner für Südkorea.

Die Staatsverschuldung von Südkorea ist niedrig; sie betrug 2014 rund 38,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Im Staatshaushalt erwirtschaftet das Land überwiegend Überschüsse; 2014 lag das Plus bei knapp 0,8 Prozent des BIP, 2015 wird ein Defizit von 0,5 Prozent erwartet.

Von besonderer Brisanz für Südkorea ist das Verhältnis zum kommunistischen Nordkorea. Seit dem Ende des Koreakriegs 1953 verläuft die Grenze zwischen den beiden Staaten ungefähr entlang dem 38. Breitengrad, wobei das Grenzgebiet eine demilitarisierte Zone und der Grenzverlauf umstritten ist. Nach wie vor besteht zwischen Nord- und Südkorea lediglich ein Waffenstillstand, aber kein Friedensvertrag. Nordkorea ist eine Atommacht und testet, trotz intensiver Proteste der internationalen Staatengemeinschaft, regelmäßig Kernwaffen und Trägersysteme. Die andauernden Spannungen schlagen sich auch in der militärischen Stärke beider Länder nieder. So stehen sich rund 1,2 Millionen nordkoreanische und circa 655.000 südkoreanische Soldaten gegenüber, wenngleich das südkoreanische Militär wesentlich moderner ausgerüstet ist.

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